XIV
Vorrede.
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Thätigkeit ganz der Begründung und Erneuerung eines strengen,eifrigen Klosterlebens zuzuwenden. Dafür hat er ein außer-ordentliches Geschick gezeigt; er war ganz der Mann, denHeinrich der Heilige brauchte. So hat er denn doch auchder Wissenschaft und den Künsten — den nützlichen wohlmehr als den schönen — sich förderlich erwiesen, denn wohätten sie Schutz und Pflege sicherer gefunden, als in denKlöstern? Ja selbst für die nationale Einigung Deutschlandsist jene enge, religiöse und wissenschaftliche Verbindung vongroßer Bedeutung, die zwischen Sachsen und Baiern durchihn angebahnt, bis in späte Zeiten sich verfolgen läßt.
lieber Wolfhcrn, der sein Leben beschrieb, erfahren wirManches, theils aus seinen eigenen, theils durch AndererSchriften. Er war von Geburt ein Sachse, und wahrscheinlichschon zu Bernward's Zeiten Kleriker am Dom zu Hildesheim.Godehard schickte ihn nebst einem jüngeren Geistlichen, Bodo,in das Kloster Hersfeld zu dem gelehrten Albuin, der damals— unter dem Abte Arnolf 1013—1031 — mit großemRuhme der Klosterschule Vorstand. Zu derselben Zeit wurdedort auch ein Knabe aus Baiern, Namens Othlo im Schreibenunterrichtet, der später als vielgelesener Schriftsteller sich einenNamen machte. In einem seiner Bücher, das von wunder-baren Erscheinungen handelt, führt er auch unfern Wolfher ^redend ein', und läßt ihn eine Geschichte von der früherenUcppigkeit der Hildesheimer Geistlichen erzählen, die durchwiederholte Mahnung eines Engels, und endlich durch gewaltigesDonnern und Blitzen gezwungen wurden, ihre kostbaren, seinen
I) Llolluwouiti XIII, p. 378. Daß hier wirklich unser Wolfher gemeint sei, wirddurch dad Zusammentreffen so vieler Umstände doch wohl unzweifelhaft.