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Die Lebensbeschreibung der Bischöfe Bernward und Godehard von Hildesheim
Entstehung
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Vorrede.

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Kirche aufnehmen. Damals überreichte der Abt Theodorichdem Papste in Rom Thangmar's Buch, und es hat nichtwenig dazu beigetragen, daß noch vor Ende des Jahres dieHeiligsprechung, und am 16. August 1194 die feierliche Er-hebung und Beisetzung der Gebeine in Hildesheim erfolgenkonnte. Bernward war der Erste von sächsischem Stamme, demdiese Auszeichnung zu Theil geworden ist.

Es ist lohnend, mit dem Leben Bcrnward's von Thang-mar die Arbeit Wolfher's über Godehard zu vergleichen. So-wohl die Männer, deren Leben beschrieben wird, als auch diebeiden Schriftsteller, lassen neben manchem Gleichartigen sehreigenthümliche Gegensätze erkennen. Wenn von Bernwardgerühmt wird, er sei dem edelsten Geschlecht entsprossen, somuß sich Wolsher zu Gunsten Godehard's gleich auf den Satzberufen, daß nur die Tugend adelt. Den Erster» finden wirals Freund und Berather seiner Fürsten vielfach in Staats-geschäften thätig, und seine Dienstergebenheit wird besondersgerühmt; in seinem ganzen Wesen zeigt er sich sehr vornehm,würdevoll, gemessen, hoch gebildet. Der Andere, eines niedernDienstmannes Sohn, flieht den Hof, wo er den Fürsten oftbittere Wahrheiten sagte. Es ist etwas Derbes, Natürliches,Süddeutsches ihm eigen; wenn er bauen und reuten läßt, legter wohl selbst mit Hand an; im Umgänge ist er lebhaft, leichterregbar, aber wieder heiter und zum Scherz geneigt, so daßmanches witzige, treffende Wort von ihm erzählt wird. DenStaatsangelegenheiten hielt er sich fern, um seine kräftigste