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Die Lebensbeschreibung der Bischöfe Bernward und Godehard von Hildesheim
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Vorrede.

bedeutendes Talent, aber doch eine für die damalige Zeit nichtgewöhnliche Sprachgewandtheit, und weiß von seinem Bischöfeso viel Löbliches mit solcher Wärme zu erzählen, daß mannur allen trefflichen Männern jener Zeit einen solchen Bio-graphen wünschen möchte.

Der Hauptwerth seines Buches besteht aber darin, daßes nicht blos über ein Bisthum und einen einzelnen Mannberichtet, sondern auch unsere Kenntniß der allgemeinen Ge-schichte Deutschlands durch höchst schätzbare Nachrichten be-reichert. Schon eine so ausgezeichnete Persönlichkeit wieBernward ist von allgemeiner Bedeutung. Es wird aus-drücklich erzählt, daß er gerade durch seinen Einfluß auf dieStaatsgeschäfte die Eifersucht des Willegis erregte; ja, demAnscheine nach hat er nur zu willig jener haltlosen, Deutsch-land so verderblichen Politik Otto's III. nachgegeben, diedem klaren, verständigen Sinn des trefflichen Erzbischofes vonMainz so wenig gefallen konnte. Durch den GandersheimerStreit wird aber Thangmar auch zu Otto III. nach Italiengeführt, und kann so als Augenzeuge über die letzten Lebens-jahre des Kaisers Nachrichten geben, die gerade für jeneverworrene, noch so wenig aufgehellte Zeit doppelt werthvollsind. Nichts läßt so sehr als Thangmar's Erzählung dieganze Macht- und Haltlosigkeit Otto's III. erkennen, jenesunglücklichen, undeutschen oder muß man es sagen?gerade in den Nationalfehlern echt deutschen Kaisers. Wirsehen ihn aus seiner Hauptstadt Rom vertrieben, auf ein ein-sames Schloß beschränkt, umringt von einer feindseligenBevölkerung, gegen die seine treuen Begleiter bald kaum seinenLeichnam schützen können. Und wie sind auch in Deutschland