Druckschrift 
Vernünfftige Gedancken Von Gott, Der Welt und der Seele des Menschen, Auch allen Dingen überhaupt
Seite
671
Einzelbild herunterladen
 

Das 6. Lap. Von GOtt. §7 r

einmahl hat, beständig behalten. De, keit GOt«rowegcn, da er die höchste Vollkommen- 'st.heit besitzet (§. io8z.); so muß er auchdieselbe beständig behalten. Er ist aberüber dieses von allen Dingen inäepen-äenr (§. 9Z8-), und also kan ihn niemandin dem richtigen 'Besitze seiner grösten 'Vollkommenheit hindern. Derowegenbestehet seine Seeligkeit in einem ru-higen Besitze der allerhöchsten Vollkom-menheit. ,

§. 1287. Da die Seeligkeit in einem 8,'e ist bi«ungehinderten Fortgänge zu grösseren "llergrö-Vollkommenheiten bestehet (§. 108;.);so siehet man leicht, daß sie den höchstenGrad erreichet, wo man die gröste Voll-kommenheit erreichet. Weil nun GOttdieselbe erreichet (§. io8z.); so ist auchseine Seeligkeit die gröste, welche erdachtwerden kan.

§. iv88. Keine Creatur kan den grö-Kan keinesten Grad der Vollkommenheit erreichen. CrealneDenn woferne nichts geschehen solte,-sie ihr Wesen in das Wesen GOttes ver-kehret werden. Wir wissen aber, daß keinWesen in das andere sich verwandeln las-set (§. 42.). Da nun GOttes Seeligkeitin dem Besitze der höchsten Vollkommen-'heit bestehet (§. 1086.); so kan sie auchkemer Creatur mitgetheilet werben.

§. w8§.

V