Das 6 . Lap. Von GOtt. 5?? 5
248- Wenn zwey ähnliche Welten Zwey ahn«zugleich würcklich vorhanden wären, die>^^l«darinnen sich ereignenden Veränderungenmögen entweder zugleich, oder zuverschie-denen Zeiten geschehen; so wäre keinGrundvorhanden, warum in dem ersten Falle eineWelt diesen-die andere den andern Raumerfüllete. Denn weil in einer Welt alleseben so wäre, wie in der andern (§. 18.); sobliebe alles einerlei), wenn man gleich dieStellen der Welten verwechselte. Danun aber ohne zureichenden Grund nichtsgeschehen kan (§. lg.); so können auch nichtzwei) ähnliche Welten neben einander zu-gleich se»n. Wiederum wenn zwey ähnlicheWelten zugleich wären; so wäre in jedemRaume der einen zu einer Zeit eben dasjeni-ge wahrzunehmcn, was man in eben dem-selben Raume der andern zu eben der Zeitanrräffe(H.r8>).Und also wäre kein Grundvorhanden, warum GOtt zwey Welten ge-macht hätte, da er durch zwey nicht mehr er-hielte, als durch eine. Wolte man sagen,erhätte mehrere Proben seiner Macht abgele-get, als durch eine; so werden wir im fol-genden sehen, daß alödenn mehr Grund wä-re vorhanden gewesen daß er zwey verschie-dene hcrvorgebracht hätte. Da nun aberohne zureichenden Grund nichts seyn kan(§.zo.); so ist auch nicht möglich, daß GOttzwey ähnliche Welten neben einander her-Ov 5 vor-