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Vernünfftige Gedancken Von Gott, Der Welt und der Seele des Menschen, Auch allen Dingen überhaupt
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572 <L> 5. Von dem Wesen der Seele

wegeS auf ihren Zustand ausserihmschlics-senkönne,sondern vielmehr, da in dem Todedc6 Leibeö eine grosse Veränderung mit ihrvorgehet, Massen sie eine gantz andere ArtderEinschränckung erhalten muß, indem derLeib zu Grunde gehet (§. 75 z.), auf dasseni-ge, was sich in grossen Veranderugen ereig-net. Eine dergleichen Veränderung ist mitihr vorgegangen, da der Leib in Mutter-Leibe erzeuget worden. Nun habe ich (§.444. kk/l.) erwiesen, daß der Leib aus derVerwandelung eines kleinen ThierlcinS ent-stehe,und demnach muß sich dicSeele vorhernach diesem Eorper richten (§.789.). Indiesem Zustande haben ihre Empfindungenwenige Klarheit und kommen nach diesemzueinechr grösseren Grade derselben. Beydem grösseren Grade ist auch der geringerezugegen: denn wir haben auch noch undeut-liche Gedancken, indem wir bis zu deutlichenerhoben sind (§. 2 ro. 214.). Und demnachbehält die Seele in grossen Veränderun-gen, was sie hat, und bekommet noch mehrdazu, als sie hatte. Derowegen, weil nochgar viel höhere Grade übrig sind, als siebereits in deM Leibe erreichet (§. 8Z l.), indem Untergange des Leibes aber gar keinGrund vorhanden, warum sie etwas verlie-ren solle, was sie bereits hat(§. 777.); sofindet man nicht die geringste Ursache zuzweiffeln, daß sie nicht allein behält, was sie