Das 4. Lap. Von der Welt. 44z
kommenheit des Auges, daß es bloß nichtscharf sehen kan, als durch ein Vcrgrösse-rungS-Glas. Unterdessen wenn man dasAuge als einen Theil des menschlichen Lei,beS ansiehct,und nach diesem dieUnvollkom«menheit deö Auges mit der allgemeinenVollkommenheit des gantzcn Leibes verglei-chet; softndetman, wie vorhin schon über-Haupt auögeführet worden (§.7Og.),daß dieUnvollkommenheit des Auges mit zur Voll-kommenheit des Leibes gehöret, als welcherin der That überhaupt weniger Vo'lkom-menheit haben würde, wenn das Auge meh,rere hätte. Wir dürssen nicht zwciffeln,daß, was wir hier in diesem kleinen Epempelantreffen, solches auch in allen übrigen sich sobefinde. Es brauchet weiter nichts sich des-sen zu versichern, als daß man diejenige Ar-beitvornimmet, dieichvorhin vorgeschla-gen (§.707.).
§. 7 n. Unter die Unvollkommenheiten Ursprung
der Natur müssen wir auch die ausserordent- der ausstr»lichen oder ungewöhnlichen Begebenheitenin der Natur rechnen, als, wenn Mißgebur,trn gsbohren worden, und dergleichen.Denn teu.auch dieses sind Ausnahmen von der Regel,welche aus keiner anderen Ursache geschehen,als weil verschiedene von den allgemeinenRegeln in diesen Fallen mit einander strei-ten. Und können wir ohne Irrthimi sagen-daß selbst die Regeln, durch welche die Ord-nung