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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
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stathalter merckt die wider Wertigkeit der landlewt, das sie sichnicht vertragen mochten eines konigs, do vordert er zu imdie bischof, sesselberren und grossen beiboten, und er sprach:„ir wist, das drei sind fürgenomen zu konig in Bolon ; nunde-w-cht mich gut, das wir die all drei Hessen ansten und der 5keinen erweiten zu konig, und das wir zu konig nämen einen,der ausser unsers gelawben ist", er ward gefragt, wer derwar; er antwort und sprach: „der eltist hertzog in derLittavr, genant Meschbo; das möcht der gemeinen kristenheit,auch dem konigreich in Bolon gros zu gut komen". die 10meinung gefiel den herren allen wol, doch sover und er denheiligen gelawben wolt annemen.

Die Bolon schickten hin in [Bl. 99 a ] die Litta& ir trefflichbotschaft zu dem Meschbo und Hessen im verkonden, das erzu konig in Bolon erbelt war worden, doch sover das er den 1«kristen gelawben an sich wolt nemen und der heiligen kirchenwolt gehorsam sein, dieser Mescbbo beriet sich mit seinenbrüdern und landlewten, und er fandt im rat, das er daskonigreich sollt aufnemen. darnach ward er durch hochgelertgeistlich person des heiligen gelawben underweist, und er 20ward mit grosser wirdigkeit von den bischofen der krön garwirdigklichen getawft und darnach gekrönt zu konig in Bolon,und ward im in der tawf ein ander namen geben, Ladislaus.darnach bekert der konig des landes fil in der Littaw zu.kristen gelawben. al 25

Diser vorgedachter hertzog Ernst von Beim ward geschicktzu der tawf und krönung von dem romischen konig Sigmunden;diesem fiirsten ward grosse reverentz erpoten bei der kronung. b *der Ernst lies einen sun, was genant Albrecht.

Wilhalm was weis und regirt wol 2 und hielt köstlich30hof und was in allen dingen gar ein geordnter fürst, er wasvil bei keiser Sigmund, der nutzt in vast in den zweien con-

a Hier ist von Ebrans Hand an den Rand geschrieben: abersein sun, kvng Kasmi, pavt stift, kloster- und pfarkiren. aber dasgemain folch ist noch grob, vnd so ain pavr gefragt birt: „b aSgelavbst?" so ist sein antbort: „ich gelavb, bas der kvnig gelavbt".b Diese ganze Erzählung fehlt H W.

1 Jagello erhielt die polnische Krone unter der Bedingung, dasser Christ werde, sich mit Hedwig vermähle und die Rechte d,es .polnischen Adels, insbesondere des kleinpolnischen, bestätige. SeineTaufe fand zu Krahau statt am 15. Febr. 1380, seine Vermählung »»*'Hedwig ebenda, drei Tage später.

2 Vgl. Arnpeck A S. 440; B S. 175. — S. die KarakterisMdieses Fürsten bei Eiezler, HI S. 290 ff.