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Des Ritters Hans Ebran von Wildenberg Chronik von den Fürsten aus Bayern
Entstehung
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Der lerer Ysiderus a spricht an dem 9. buch etbimilogiarum b

an dem andern capitl: Germania wirt darumb also genant, Isidorus.

das darin gros menschen geporen werden, und sind grewlicber

tat. in Germania ist grosse kelten, das volck hat ein starck

ögemfit, sie sein ungezämbt und leben von jagen und rawben. 1

Vor alten zeiten sind vier grosser dewtzser land gewesen

in Germani, die man genent bat die vier hewser, als sie

noch hewt bei tag genennt werden: das ist Sachsen, Beim

Swaben und Franckn. das worden vier konigroicb, ee sie

10 die Römer betzwungen. aber darnach sind die vier landt

[Bl. 2ü b | oder genant die vier hewser zerbrochen und mer

furstentumb und grafschaft daraus gestift, dem romischen

reich zu dienen mit im fanleben. c des titel gepraucben sich

a Ysidorus H W. b ethimilogiarum aus II W statt ethime-

151eyarum in ,1. e Von hier ab hcisst es in II W abweichend von

unserem. Texte: ßairn ist genant Bavaria oder Nordga, nit allain ainland, sonder auch ain kinigreich, wann es etwan andere fürsten-tlnimb, in im beschlossen, under im gehabt hat. etlich historischreibersprechen : das volck wirt von den hohen Teutschcn getaut oder geschaiden

^0 und seind grober sitten, und das erdtrich, das sie bawen, als Tsidorusredt, ist genant von ainem kalten acker, zu gleicherweis als ain schäd-licher bauman, der unfruchtbare frucht baut, es ist auch zu wissen nachder gemainen sag der lnstorien, das das volck in der warhait komen istvon Armenis und das land besessen haben und da die land nach irem

■^fursten Bavaria genent. aber darnach Norix, der son des starcken Her-oulis, bestrit dasselb land und licng an zu bawen ain stat und nennetdie stat und das land nach seinem namen Norea (Norica W), als hernachbei demselben fursten Norix mer darvon gesagt wirt. darnach über vil]ar bezwang die stat und das lande der Römer Tiberius und nennet die

"0 stat nach seinem namen Tiberia. darnach bei kaiser Carels des grossenZeiten ward die stat genant Ratisbona. man liset auch, das Julius, derda gewesen ist der erst kaiser vor Octaviano, vil streit verbracht inGermania mit hilf seines heerfuerera Boamundus, dieselben zeit der

„ Hairn f ,lrs t- zu disen vergangnen zeiten was des lands Bavaria oder

Ab Nordga marck und grenitz gegen aufgang der sonnen das wasser, genant( 'ie Knss, das die Haunen und Bairn voneinander schied, und aufwärtzgegen aufgang der sonnen bis an [Bl. 10 a ] das wasser, genant der Lech,das auch die Bairn und Schwaben voneinander schied, als dann etlichsprechen, so hat das land geraicht gen mittemtag bis an die bairiscb

b) gräntz, und von mittemtag bis zu mitternacht was des lands braite bis'jn den Böhmer und Thüringer wald, als man dann warlichen findet beiden stiften und clöstern, die die fursten von Bairn auf disem vorgemeltenerdtrich gestift und gewidembt haben, darnach bei dem grossen CaroloJSt die bairiscb provintz vast gemindert worden und mer fiirstenthumbö daraus gestift, und die grafen bovolhen worden, dem römischen reich zu

' Ich benutzte xum Vergleichen den Druck: Liber saneti Ysidori,erschienen bei. Ginther Zainer de reutlingen in Augsburg, MGCCCLXXII,Wo die Stelle im IX. Capitel lautet: Germanice gentes dicte, quod sint"umania corpora immanesque nationes, sevissirnis durate frigoribus, quiMinores ex ipso caeli rigore traxerunt. . . . ferocesque animi et semper"idomiti, raptu venatuque viventes etc.