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dass er in Monte Cassino gewesen, 1 wohl gelegentlich einerRomfahrt, und aus einer anderen Quelle wissen wir, dass erauch eine Pilgerreise ins heilige Land unternahm. Er tratsie au nach dem Tode des Herzogs Ludwig im Frühling1480, wohl in der Zeit zwischen der Auflösung des Hoi'haltesder Herzogin Amalie und der Einrichtung des neuen, derfür die Herzogin Hedwig bestimmt war. Es ist nicht un-wahrscheinlich, dass die um diese Zeit erfolgte Abschliessung[der ersten Redaktion] seiner Chronik mit dieser Wallfahrt imZusammenhang steht, denn vor einer derartigen Reise, vonder so mancher nicht wiederkehrte, ordnete man seine zeit-lichen Angelegenheiten, und es wäre nur natürlich gewesen,wenn Ebran damals auch sein literarisches Testamentgemacht hätte. Die Kriegsläufe waren ohnehin gerade indiesem Zeitpunkte für eine Palästinafahrt so ungünstig alsmöglich, denn so eben war eine aus hundertundsechzig Schiffenbestehende türkische Flotte ausgelaufen, welche die Johannitervon der Insel Rhodus verdrängen sollte und alle Teile desöstlichen Mittelmeeres unsicher machte.
Ebran bestieg in Venedig im Mai des Jahres dieselbe„Male" auf der sich der bekannte ülmer Dominikaner FelixFaber als „Kaplan" des Ritters Jörg vom Stain einschiffte,und diesem Ordensmann verdanken wir die Beschreibung derFahrt,'- aus der wir die Beschwerlichkeiten und Gefahren,denen unser Ritter ausgesetzt war, ersehen können. Schonvor der Abfahrt hatte man die Pilger, unter denen sich zwei
1 Ebran sagt am Schlüsse seiner Erzählung von der Heilungdes an Steinschmerzen leidenden Kaisers Heinrich II. durch denHl. Benedikt (Bl. r>8 b ): Das zeychen (der durch den Heiligendem Kaiser aus dem Leib genommene Stein) wirt noch bisauf den hewtigen tag in dem gemelten closter gezeigt, alsich auch des wahrlich bericht worden bin in genantemcloster. — Bei dieser Reise scheint er auch das Kaiserbildniss (Otto IL,wie er sagt) in Capua (Gapa) gesehen zu haben, von dem er Bl.55 b spricht.
" Eaber beschreibt die Reise vom Jahre 1480 als eine Art Ein-leitung zu der Beschreibung der vom Jahre 1183, die er auch mitmachte.Es ist dies bekanntlich ein sehr umfangreiches Werk, das Hasslerunter dem Titel „Fratris Felicia Fabri Evagatorium in TerraeSanctae, Arabiae et Egypti Peregrinatione m" in der Bibl. desLitt. Ver. in Stuttgart in drei Bänden herausgab. Dort steht dieSchilderung der Pilgerfahrt, an der sich Ebran beteiligte, im I. Bunde(Stuttgart 1843) S. 28-110 mit der Aufschrift „Conipendiosa des-CJiptio primae evagationis in terram sanetam". Letztere fandeine Bearbeitung in Versen, die Birlinger als „Bruder Felix Fabersgereimtes Pilgorbüchleht" (München 18(11) nach einer Handschrift derMünchener Hof- und Staatsbibl. (Cgm. chart. 359) herausgab.
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