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ters dergleichen Tauben in Urnen gefunden habe, denen dann weder Münzen,Lampen noch sonstiger Schmuck beigegeben worden sei, meistens Soldaten derXXII. Legion, und fügt hinzu: „Die bei den Aschenurnen in den Grabstat-ten der alten christlichen Soldaten vorfindliche kleine, weifse Tauben geltenals alte und ächte Kennzeichen, der noch in heidnischen Zeiten begrabenenChristen."
In dem Grabe, wo sich unsere hier abgebildete Taube fand, lagen inder Gegend der Ohren zehn Perlen, von denen je zwei und zwei zusammen-hängen und also fünf Paare bilden; ich möchte solche für eine Art Glas-arbeit halten, von grofser Künstlichkeit und Schönheit. Tab. XXIX» Fig. 14.zeigt diesen Schmuck.
Fig. 15. und 16. auf derselben Tafel sind Zierrathen aus Glas, Fig. 15.grün mit weifsen Streifen, Fig. 16. von gelber Farbe ins Blaue und Grüneschillernd; sie lagen auf der Brust und mögen Umhängsel gewesen sein. BeiFig. 15. fand sich der unter Fig. 7. abgebildete hohle Handring von zusam-mengetriebenem und verlöthetem Bronzblech. Er ist gleich wie der OhrringFig. 13., zusammengebunden.
Aufser den abgebildeten Gegenständen fanden sich noch in diesen Grä-bern: kleine Näpfe aus schwarzer und rother Erde; Bronzringe, Bruchstückevon kleinen eisernen Mefsern, welche, sonderbar genug, stets am Beckenkno-chen lagen; grofse Nadeln aus Silber bis 7^ lang, mit runden und vierecki-gen Köpfen versehen; Nadeln von Bronz und Eisen. —
Eine kleine Stunde von diesem Begrabnifsplarz in der Richtung nachEngers zu, ward im vorigen Jahre ein Grab entdeckt, welches nach den Urnenzu urtheilen deutschen Ursprungs sein möchte. Es fanden sich nämlich untersehr grofsen Arm- und Beinknochen mehrere tiefe und flache Schaalen vongrobem, braunschwarzem Thon, nicht gebrannt, sondern an der Sonne ge-trocknet, durchaus mit denen übereinstimmend, welche ich in unbestreitbardeutschen Gräbern um Wiesbaden ausgegraben. In diesen Schaalen lagen