i/ + 6
die Kleiderspangen Fig. 2. gefunden wurden. In der Mitte von Fig. 11. be-findet sich ein kleiner dunkelbrauner Stein, die gröfsern Flächen umher sindGlas mit unterlegter rother Folie, ebenso auch das mittelste viereckige Feldund die acht Kreise an den vier Enden von Fig. 12.
Form, Arbeit und Character dieser Schmucksachen zeigen ein spätes Zeitalter,vielleicht das vierte Jahrhundert, zu welcher Annahme auch noch die Korallenführen, welche in dem Grabe lagen, worin die Fibel Fig. 1. gefunden wordenist, und die ich auf Tab. XXIX. Fig. 17. habe abbilden lafsen. In der Ge-gend des Halses sammelte man diese künstlichen Korallen auf, welche ver-schieden von Stoff, Gröfse, Form und Farbe sind und wohl mit unsern Rosen-kränzen verglichen werden können. Aehnliche fand man auch zerstreut imKastell umher liegend. Die meisten sind theils Glasfufs, theils sehr hart ge-brannte Erde.
Von dem Armknochen eines weiblichen Gerippes zog man den aus mas-sivem, aber sehr schlechtem, Silber gefertigten Ring ab, welchen Tab. XXIX.Fig. 6. zeigt; er hat noch seine völlige Elastizität und wiegt ^\ Loth. Da-selbst fand sich auch ein kleiner zierlicher Ohrring aus Bronze, mit einerkünstlichen blauen Perle, Fig. 13. Die beiden Enden des Bronzdrathes sinddurch zwei Knoten fest zusammengeschürzt, woraus sich ergiebt, dafs dereinmal in das Ohr gehangene Ring beständig, Tag und Nacht getragen wurde.Auf dem Bauche eines der Gerippe lag die auf Tab. XXIX. Fig. 5. abgebil-dete Kugel aus Bergkristall. Ihre Fafsung besteht in zwei sich rechtwinklichtschneidenden Meridianen von schmalem Silberbleche, die in eine kleine ver-zierte Büchse am Pole eingreifen. Diese ist an der Seite durchbohrt, um einenDrath oder eine feine Schnur durchziehen zu können. Das Ganze ein vor-treffliches Abkühlungsmittel für die Hände.
Auf einem Gerippe lag das aus weifsein Thon gebrannte und zierlichgearbeitete Täubchen, welches auf Tab. XXIX. Fig. 8- dargestellt ist. Fuchsin seiner Geschichte von Mainz berichtet uns, dafs er in und um Mainz öf-