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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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Jjei Andernach treten auf beiden Ufern des Rheins die Felsen des Uebergangs-Thonschiefer- und Grauwacken - Gebirges so nahe zusammen, dafs dem Stromekaum Raum bleibt sich durchzudrängen. Von Andernach ab, mehr südlich aufder rechten Pdieinseite, entfernt sich aber das Gebirge in sanfter Rückenformund in einer Bogenlinie vom Rheine, tritt einige Stunden höher aufwärts, hinterBendorf, bei Valendar, wieder dem Strome naher, so dafs durch den Fufs jenesGebirges und den Rhein eine unvollkommene halbkreisförmige Ebene begränztund gebildet wird, in welcher, nebst vielen Dörfern und Ortschaften auchdie Stadt Neuwied-liegt. Unter dem Namen des Neuwieder Kefselsist dieses Terrain bekannt, und berühmt durch Julius Casars Rhein-Ueber-gange, welche wohl mit mehr Bestimmtheit, mit sichern Beweismitteln *) indiese Gegend gesetzt werden können, als nach Bonn oder Xanten.

Näheres über Umfang, Form und die Ortschaften, welche in diesem

*) Hauptmann Hoffmann in Neuwied entwickelte im Jahr 1792 zuerst diese Ansicht, gestütztauf seine strategischen- und Lokalkenntnisse und theilte die Abhandlung an Heyne in Göt-tingen mit, welcher darüber Folgendes an ZZ* schrieb:Ihre Idee ist sehr scharfsinnig, glück-lich und wahrscheinlich, dafs just bei Neuwied die Römer über den Rhein gegangen sindund auch daselbst das erste Fort errichtet wurde* Ihre Lokalkenntnifs hat sie vortreff-lich geleitet*" Im 114 Stück der Gott* gelehrt* Anz. 1811 gab Heyne einen Auszug dieserHoffmannschen Abhandlung und stimmte der Meinung bei, sprach sie auch bei einerandern Gelegenheit, ebenfalls in den Gott, gelehrt. Anz* vom 6t April 1812, nochmals mitBestimmtheit aus.

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