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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
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Die römischen Gräber bei Victoria.

Ueber die Aufgrabung der römischen Grabstätten finden sich in HoffmannsPapieren ebenfalls wenig befriedigende Nachrichten, welche jedoch der Justitz-rath Helfrich, dem die Entdeckung derselben hauptsächlich zu danken ist, ver-vollständiget hat.

Im Sommer i8°4 wurde die Landstrafse zwischen Neuwied und Heddes-dorf aufs Neue ausgebefsert. Man nahm den Kies zum Ueberschütten derselbenvon der hart neben der Strafse, ungefähr 500 Schritte von Neuwied liegendenHöhe und fand darin in einer Tiefe von etwa 4 bis 5 Fufs neben Menschen-knochen auch Gefafse. Hierdurch aufmerksam gemacht, ward eine sorgfältigeUntersuchung veranstaltet. Wahrscheinlich lief die viä romana, welche vomRheine ab nach Victoria, Romersdorf u. s. w. führte, und deren Richtungdie zwei entdeckten Punkte in Neuwied und Heddesdorf angeben, nach ur-alter Sitte nicht weit von dieser Begräbnifsstätte vorbei.

Elf Gräber wurden vollständig ausgegraben, von denen zehn, weiblicheund das elfte einen männlichen Körper enthielt.

Von Särgen fand man keine Spur; sorgfältig war reiner Flufssand für dieTodten ausgesucht. Sie lagen ausgestreckt auf dem Rücken, in Reihen nebeneinander, die Füfse nach Westen, und den Kopf nach Osten und schienennur in eine leichte Hülle gewickelt, der Erde übergeben zu sein. Hoffmannsagt darüber:Die Körper waren in leichte Gewänder gehüllt, in die Erdegesenkt» Diese Hülle mufste natürlich bald vermodern und wieder zu Erda