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Aufs er einem vollständigen Exemplar wurden noch die Bruchstücke einesZweiten gefunden.
Diese Art Mahlsteine müfsen bei den Römern am Rhein allgemein ge-wesen sein, denn ich habe ähnliche in Bonn, Cleve, Xanten u. s. w. entdeckt,zum Theil mit Inschriften *). Seltener vorkommend ist dagegen die in Victoriaentdeckte Reibschüfsel aus schwarzgrauem Mennicherstein, der härtesten Sorte,wie Eisen klingend; im gröfsten Durchmefser i' 2 1 - 11 , und 5" hoch. Das Inneredieses Steins bildet eine Aushöhlung und besteht aus zwei Halbrundungen;nämlich der gröfsern und flächern Ausrundung, in welche eine kleinere undtiefere sich senkt, die in ein durch den Boden gehendes zl^ im Durchmefserhaltendes Loch endet. Diese Schaale scheint zum Zerreiben fliifsiger Mafsengebraucht, welche dann durch das Loch im Boden ausliefen. Diesem Zweckentsprechen zwei kleine Vorsprünge die am obern Rande eingelafsen und be-festiget gewesen sind. Der Reiber selbst mag die Gestalt einer Kugel, welchegenau in die untere Aushöhlung pafste und verschiedene Bewegungen erlaubte,gehabt haben.
Es wurden auch Schleifsteine von gelber und schwarzer Farbe gefunden,bis zu einer Liinge von 6 Zoll.
*) Siehe: Die Denkmale germanischer und romischer Zeit in den Rheinisch- WestphälischenProvinzen. Stuttgardt 1823. 1. Band. Seite 107. sub. No. 652.