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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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bei Köln, wo an den Wanden die merkwürdigen grofsen Mithras-Monumentemit Inschriften standen, welche ich im Cotta'schen Kunstblatte No. 90. 1821.näher beschrieben und erläutert habe. Dieses Gewölbe schien allein nur demMithrasdienst geweiht zu sein; alles darin Vorgefundene bezog sich darauf undalso auch wohl die kleinen altarförmigen Steine. Dafs in unserm Kastell auchgröfsere Mithras-Monumente gestanden haben müfsen, beweiset ein gut ge-arbeiteter lockenvoller Kopf des Mithras mit phrygischer Mütze, von /^' Höhe,ohne die Mütze.

Das auf Tab. XIII. Fig. 5. in natürlicher Gröfse dargestellte Gebilde ausMarmor sollte wohl entweder die Flamme oder eine Fruchtverzierung auf einemAltare darstellen.

Aus Tuffstein förderte man auch ausgehöhlte Tröge in runder und ovalerGestalt zu Tage; so auch die Bruchstücke eines geschmackvoll gearbeitetenBafsins, in Form einer Muschel, aus rothem Sandstein.

Interefsant und lehrreich ist die Kunstruction der Mahlsteine aus porösemMennicherstein von 1' 5" Durchmefser, a£4 Dicke des Steins. Auf der einen Seitekonvex, auf der Andern konkav; beiderlei Flüchen sind sich parallel. DieKonvexität oder Konkavität der einen oder der andern Seite beträgt if".Dieser Stein lag Unten mit der konvexen Seite nach Oben gekehrt. Darüberlag nun ein zweiter Stein von demselben Stoff und gleichem Durchmefser nurf" dicker, in defsen untere konkave Seite, die konvexe Fläche des vorherbe-schriebenen Steines genau pafste. Die obere Fläche des zweiten Steins istam Rande auf 3" Breite horizontal; von da ist sie um f" vertieft, und läuftgegen das Centrum noch um \ u tiefer. Durch beide Steine geht im Centrumein 1 1 2 " im Durchmefser haltendes rundes Loch. In der obern Vertiefung desoben liegenden Steins zeigen sich die Spuren eines über die Oeffnung geleg-ten Eisens, welches an beiden Seiten mit Blei die Bruchstücke davon sindnoch übrig eingegossen war; dafselbe diente wahrscheinlich dem eisernenHolzen um welchen beide Steine gedreht wurden, zum obern Anhaltspunkte.