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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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sehr harter, feinkörniger, mit kleinen Versteinerungen vermischter Kalkstein,der bei Mainz gebrochen wird.

Merkwürdig die Bruchstücke einer Statue aus rothem Sandstein, welchein 4 natürlicher Gröfse auf Tab. XII. Fig. a. b. c. abgebildet sind. Dielinke mit sechs Fingern versehene Hand dieses weiblichen Rumpfes hält ein

eingewickeltes Kind----'einen wahren Wehselbälg, Waldteufel während die

Rechte das obere Stück eines Hirschgeweihes fafst. Da Hoffmann diese ein-zelnen Stücke nicht in Zusammenhang brachte und als zu einem Ganzen ge-hörig betrachtete, so schlofs er aus dem Stück Hirschgeweih auf eine Diana,welches wohl nicht anzunehmen ist, sondern eher war es vielleicht'die Statueeiner Satyra mit einem kleinen Satyr im Arme, wie ähnliche Darstellungenin Montfaucon vermuthen lafsen.

Der kleine recht artig gearbeitete Kopf, Tab. XII. Fig. 6. ist aus gelhemSandstein und in f natürlicher Gröfse abgebildet; wahrscheinlich gehörte ereinem Genius mit Inschrift an.

Das Bruchstück eines Mithras Monumentes in Marmor Tab. XIII. Fig. 4.,natürliche Gröfse, beweiset, dafs dieser Dienst in Victoria auch üblich gewesenist. Das Bildwerk erscheint im Vergleich mit allem übrigen was hier gefundensehr flach, schlecht und roh gearbeitet. Man sieht noch darauf den ganzenStier, den Arm des Sonnengottes, der ihn mit dem Dolche tödtet, so auchdie sich empor richtende Schlange und den am Felsen gelehnten Jünglingmit phrygischer Mütze und einer Fackel. Um diese Hauptgruppe scheinennun noch die verschiedenen Stufen der Einweihung in diese Mysterien dar-gestellt gewesen zu sein, wie man es an, in Süd-Deutschland gefundenen,Monumenten sieht. Die kleinen Säulchen in Altarform, aus Tuffstein Tab. V.Fig. 5. in natürlicher Gröfse, mögen wohl aufser zum Tragen des FufsbodensimHypocaustum denn es wurden dergleichen mehrere hundert gefunden auchnoch bei dem Mithras Kultus gebraucht worden sein. Völlig Aehnliche inForm und Gröfse, fanden sich in einem Gewölbe zu Dormagen (Duromagus)