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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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Die Flüfsigkeit hinterliefs beim Verdunsten aufgelöstes Wachs und ge-ringe Menge einer harzigen Materie.

c. Der geringe Rückstand, welcher sich nach dieser Behandlung nicht gelösthatte, wurde auch von kochendem Wafser nicht aufgenommen. Er warnoch röthlich gefärbt. Durch Zusatz von einigen Tropfen Salpetersäureverschwand er zum Theil. Die salpetersaure Auflösung wurde durch Am-moniack weifslich getrübt und durch SchwefelwafserstofF schwarz nieder-geschlagen. Die Salpetersäure hatte folglich Blei aufgenommen, welcheswahrscheinlich als Mennig dem Siegelwachse beigemischt worden war.

d. Der Rückstand aus c. war noch etwas bräunlich gefärbt, wurde zum Theilnoch durch Alkohol gelöst und auch durch Aetzkali, und ist wahrschein-lich für ein gelbes Harz zu halten. Beim Erhitzen wurde er flüfsig, undverbrannte bis auf einen kaum merklichen Rückstand.

e. Der mit KaÜ behandelte Rückstand in d. hatte die Spur eines röthlichenPulvers und einige wenige metallisch glänzende Blättchen zurückgelafsen,welche wie Goldflimmern aufsahen. Dieser geringe Rückstand wurde mit3 Tropfen Salpetersäure und etwas Wafser erhitzt, in welchem sich dasröthliche Pulver auflöste, die metallischen Flimmern aber zurückblieben.Die salpetersaure Auflösung wurde davon abgegofsen, mit Ammoniack neu-tralisirt und durch Schwefelwafserstoffgas schwarz getrübt. Das röthlichePulver war also wahrscheinlich noch etwas Mennig. Die ungelösten Me-tallflimmern wurden jetzt mit einem Tropfen Salpetersäure und zwei TropfenSalzsäure versetzt, worin sie sich vollkommen auflösten. Sie waren daherwohl nur als Goldblättchen zu betrachten, deren Menge aber leider soäufserst geringe war, dafs sich weitere Prüfungen nicht mehr damit an-stellen liefsen."

Aus der vorstehenden Untersuchung geht hervor, dafs das untersuchteSiegelwachs bestanden habe, zum gröfsten Theile aus gemeinem Wachse,dem ein wenig Harz und Terpentin beigebracht war, und dem die Farbe