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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
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denen die verschiedenartigsten Formen und Gröfsen dar; nichts aufs ergewöhn-liches und von den in meinen oben gedachten altern Werken dargestellten,Abweichendes. Ein- zwei- dreilienklichte Krüge kommen vor, so wie über-haupt Gefäfse von z' 2'' Höhe und i' 9" 6 tu Durchmefser bis zu 2" Höheund 11" Durchmefser. Gleichfalls wurden Lampen gewöhnlicher Art gefunden,doch in geringer Anzahl und mit unbedeutenden Verzierungen versehen;Tab. XXVIII. Fig. 8- a « b. zeigt eine derselben in I natürlicher Gröfse, wor-auf als Verzierung Herkules dargestellt ist, wie er mit der Hydra kämpft. Die-selbe Tafel zeigt in Fig. 3. a. b. und Fig. 4. a. b. zAvei geschmackvoll und zweck-mäfsig geformte Krüge; Ersterer von grobem rothen, Letzterer von grau weifs-lichem Thone in § natürlicher Gröfse; b. giebt die Form der Mündungen an.Fig. 5- a « D * aus gutem röthlichen Thone gefertiget möchte als Aufbewah-*rungsgefäfs erscheinen für Gegenstände zu denen Luft gelangen mufs, ohnejedoch Ungeziefer u. d. g. den Zugang zu gestatten, daher denn wohl obendie kleinen 2. ut grofsen Löcher, welche bei Fig. 5. b. deutlich zu sehen sind;das Gefä'fs ist in ^ natürlicher Gröfse abgebildet. Gefäfse unten spitz zulau-fend, welche nicht stehen können wie Fig. 6. (in | natürl. Gröfse) kamenhäufig vor von 41" ^ s 2 s" Höhe und zwar aus sehr festem aber grobemThone geformt; Schaalen wie Fig. 7. (in | in natürl. Gröfse.) aus ähnlichemMaterial und in verschiedenen Gröfsen, scheinen Deckel gehabt zu haben,die wie bei unsern Suppennäpfen äufserlich darüber schlofsen.

Vorzüglicher Erwähnung und Berücksichtigung verdient die Auffindungeines kleinen Probiertiegels aus sehr hart gebranntem Thon von 22" Durch-mefser und i-§^ Höhe; Silber durch Zusatz von Blei scheint darin geschiedenworden zu sein. Naturkundige wollten nämlich Kupfer und Blei in einemkleinen weifsen Fleck erkennen. Eine vertiefte Stelle kann wohl mit ziemlicherGewifsheit für den Platz gelten, auf den der Blasebalg gewirkt hatte.

In der Umgegend von Neuwied findet man zwar Spuren uralter Berg-werke, namentlich hinter Rheinbreitbach über dem Kupferwerk Virneberg,