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welches in alten Dokumenten Venus-Stollen genannt wird; doch ist hierüberalles viel zu dunkel und unzuverläfsig, als dafs man auch nur mit einigerSicherheit Schlüfse darauf begründen könnte.
Uebrigens habe ich in einem Grabhügel bei Wiesbaden, in dem wederAsche noch Knochen enthalten waren, unter zerdrückten leeren Urnen, gleich-falls zwei kleine Probiertiegel, dem vorerwähnten an Gröfse, Form und Materialvöllig ähnlich, gefunden. Auch in diesen bei Wiesbaden Entdeckten warenSpuren geschmolzener Metalle zu erkennen. Dieselben sind in dem Werke:Opferstätten und Grabhügel der Germanen und Römer am Rhein. 1819-i. Heft. Tab. VII. Fig. 5. a. b. abgebildet und Seite 22, näher beschriebenworden.
C. Gegenstände aus
Gl
a s.
Unter der sehr grofsen Menge Glafscherben wurde kein ganzes Gefäfsgefunden; und zu klein sind die einzelnen Bruchstücke um bestimmte For-men daraus entnehmen zu können; doch so viel ersieht man, dafs diesemannigfaltig, zum Theü sehr kunstvoll waren und schöne, sowohl einfacheals verzierte hochgerippte Gefäfse bildeten. Winkelmanns Ansicht, dafs dieAlten die Glas-Kunst weit höher getrieben haben, als wir, wird auch selbstin diesem aufsersten Winkel des grofsen römischen Reichs bestätiget. Mantraf gleichfalls auf Ueberreste gegofsener Scheiben; doch war das dazu ver-wendete Glas sehr ungleich von i 111 bis 3"' Dicke, und wurde wohl ohneZweifel zu Fenstern, obschon undurchsichtig, gebraucht. Die grofsen Stückezusammengeschmolzenen Glases, welche in sehr grofser Anzahl zum Vorscheinkamen und hauptsächlich ähnliche Scheiben gebildet hatten, sprechen nichtallein für die bedeutende Zahl solcher Fensterscheiben, sondern beweisenmit am deutlichsten, dafs Feuer Victoria zerstörte und dafs dafselbe furchtbargewüthet haben mufste. Bei diesen Glafscheiben kann man auf kein ahnliches