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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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von schwarzer, theils von heller ockergelber und theils von weifser Farbe,welche letztere manchmal quadratisch sind, und wie Silber glänzen. Wennder Bruch nicht gerade mit der Richtung einer auf dem Gefäfse vorkommen-den Vertiefung geschehen, so ist er nicht senkrecht durch die Dicke dersel-ben, sondern ganz schräg und schichtenartig geblättert. Die gebrannte Mafsedieser Gefäfse ist von einer unglaublichen Gediegenheit und Stärke, so dafs mannicht im Stande ist, ein Stück mit der Hand zu zerbrechen; ihrer Dauerhaf-tigkeit nach, kann man sie unserm Steingute gleich setzen. Die Glasur,welche von Farbe sehr verschieden, vom Gelben fast Orangen, bis zum dun-kelsten Roth, beinahe purpurähnlich, in allen Graden vorkommt, bekamendiese Gefäfse sehr wahrscheinlich gleich nach dem Formen, noch ehe derThon an der Luft getrocknet worden war; denn an den meisten Gefäfsenbefinden sich mehrere Stellen, besonders an den Füfsen, wo man ganz deut-lich vom Angreifen, die Finger des Verfertigers in den Thon eingedrücktsieht, wobei die Glasur verwischt und die natürliche hellere Grundfarbe desThons bemerklich ward. Noch mehr Beweis dafür ist, dafs die Glasur imBruche nicht im geringsten körperlich erscheint, sondern meistens bis in einegewifse Tiefe in die Dicke des Gefäfses schattirend sich verliert, und dadurchbei allen Gefäfsen unleugbar zu erkennen giebt, dafs je- dunkler die Glasurin der Farbe ist, desto dunkler der Thon am Gefäfse erscheint, was bei einemganz trocknen Zustande des Thons, bei dem Auftrage der flüfsigen Glasur,weniger, vielleicht auch gar nicht der Fall würde gewesen sein. Aufser denStellen wo man den frischen noch ungehärteten Thon mit den Händen beta-stet hat, finden sich keine Merkmale verwischter Glasur. Fast alle Gefäfse,welche auf diesen Tafeln dargestellt und wovon deren Bruchstücke so grofssind, dafs mit Gewifsheit auf die ehemalige Form geschlofsen werden kann,haben mit sehr unbedeutendem Unterschiede das nämliche Verhältnifs, wornachder gröfste Durchmefser dieser durchgängig kreisrunden Gefafse, mit der ganzenHöhe, den Fufs mit einbegriffen, verglichen, wie 2. zu 1. sich verhält. Sie