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theils mit, theils ohne Abzugslöcher; sind diese vorhanden, so erscheinen sieals natürliche oder fratzenhafte Löwenköpfe verziert; diese Gefäfse haben als-dann wahrscheinlich zu Reibschaalen für Flüssigkeiten gedient; die in demBoden eingebrannten Steinchen führen auf diese Vermuthung. Die sehr ge-schmackvoll geformte Kanne Fig. 2. (| natürliche Gröfe) lag bei grofsenSchaalen, um deren Ränder sich Epheu als Verzierung schlangelt und dereneine völlig ähnliche, im 2ten Hefte meiner Opferstatte und Grabhügel Tab. XV.Fig. 1. abgebildet ist. Die interefsantesten Bildwerke auf diesen Gefafsstückenfinden sich auf Tab. XXVI. XXVII., in halbnatürlicher Gröfse, und zeigenmythologische Darstellungen, Jagden, Kriegfscenen, Triumphzüge und Ringer-spiele in mannigfaltigen Abwechselungen von guter Arbeit und characteristi-schem Ausdruck der Menschen- und Thiergestalten, interessant in Beziehungauf andere im Kastell gefundene Anticaglien: daher es hier wohl an seinerStelle ist, über ihre Bearbeitung und Verfertigung ausführlicher zu sprechen,welche wieder einen Haupteinflufs auf ihre besondere Form und Verzierungübten. Auch hier verdanke ich Herrn Baumeister Hundeshagen lehrreicheHotizen.
Die in den Rheingegenden und überhaupt in Deutschland gefundenenTothen Gefäfse lafsen sich in 1 Klafsen abtheilen, in eine feinere und härtere,und in eine gröbere und weichere. Dem feinern Thone der erstem Klafse,scheint eine starke Beimischung von Farbe (vielleicht Ocker oder Zinnober)gegeben zu sein, wodurch die hohe rothe Farbe in der ganzen Mafse, und'der Glanz an den Aufsenflächen entstanden sein mag, wenn nicht ein ganz'eigener Thon -dazu •verwendet worden. Diese Art Gefäfse finden sich vorzüg-lich in Mainz.
Im Kastell hei "Neuwied 'ergaben sich -dagegen allein Gefäfse der 2tenKlafse, welche aus reinem, gut geschlemmten Thon von ziemlich hocbgelberFarbe, die im Bruche meist ins Röthliche überschiefst, gefertiget worden sind.In dieser Thonmäfse bemerkt man mehr oder minder kleine Körner, theils