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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
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B. Gegen, stände aus Thon.

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Aus Tlion geformte Götzenbilder oder sonstige Figuren und Zierrathenhaben sicli in unserm Kastell nur wenige gefunden. Nämlich: eine Minervamit Medusenhaupt auf der Brust, Helm und Spiefs, roh und schlecht gebildet,Tab. XIII. Fig. i. in natürlicher Gröfse; ferner ein häfsüch mifsgestalteter Kopf,vielleicht Spafs eines Töpfers, und Carrikatur seines vorgesetzten Meisters,Tab. XIII. Fig. 2. a. b. in nat. Gröfse; ob übrigens in diesem Kopfe einböser Dämon zu erkennen, wie mehrere Alterthumskundige behaupten wollen,lafse ich auf sich beruhen. Diese beiden Gegenstände sind aus weifsgelblichemThon. Endlich aus röthlichem Thon ein kleiner weiblicher Kopf, (Tab. XIII.Fig. 3. a. b. in natürl. Gröfse) welcher wegen seines Kopfputzes nicht un-interessant ist; Aehnliche in der Arbeit nicht vorzüglichere, werden häufig inRom gefunden.

An Gefäfs-Ueberresten war dagegen die Ausbeute um so reichhaltigerund wichtiger. Die Betrachtung derselben wollen wir in zwei Abtheilungen,

a) Gefäfse aus feinem rothen Thon, und

b) Gefäfse aus gewöhnlichem Töpferthon, zerfallen lafsen.

a. Gefäfse aus feinem rothen Thon, (terra cotta, von den darauf befind-lichen Bildwerken wohl nicht mit Unrecht terra, sigillata genannt.) Leiderfand sich hiervon wenig vollständig Erhaltenes, wohl aber eine gröfse Zahlverzierter und unverzierter Scherben, welche noch auf Gröfse und Form schliefsenlafsen; Letztere übereinstimmend mit den Gefäfsen welche ich im isten Bandeder Denkmale germ. und römischer Zeit in den rheinisch-westphälischen Pro-vinzen auf Tab. XVI. und im 2ten Hefte der Opferstätte und Grabhügel derGermanen und Römer (2te Auflage) auf Tab. V. und IX. mitgetheilt habe.

Die abweichenden Formen finden sich auf Tab, XXVIII. Fig. I. und 2.;Schaalen wie Fig. 1. (| natürliche Gröfse) kommen in grofser Anzahl vor,