III
lippe gezogen werden mufste. Sollte die Trense also dadurch in ihrer Wirkungaufs Pferd verstärkt werden, so mufste diese Art Kinnkette ziemlich an dasUntermaul anschliefsen, weshalb man also auch hieraus wieder auf ein breitesund dickes Maul der Römerpferde schliefsen kann. Die einzeln vorhandeneunter Fig. 6. a. b. mit beigeschriebenen Maafsen abgebildete Kinnkette, istzierlich und vortrefflich gearbeitet, scheint früher übersilbert gewesen zu sein,und ist wohl für das Pferd eines Vornehmen bestimmt gewesen. In ihremBau weicht sie wesentlich von den jetzigen ab und ähnelt mehr denjenigen,welche in dem Mittelalter üblich waren, und ist biegsam. An der linken Seiteist ein einzelner Ring, mit dem sie wahrscheinlich an die Trense befestigetwar, an der rechten Seite sind dagegen zwei länglichte Ringe, welche wohlzur Verkürzung oder Verlängerung der Kinnkette gedient haben. Der Längeund Dicke nach, mufs sie für ein grofses, starkes Pferd bestimmt gewesensein und so deutet also auch das zierliche, ohne Zweifel einem Oberoffiziers-Pferde zugehörige Zaumzeug auf grofse und schwere Pferde hin.
Tab. XXIV. zeigt uns Werkzeuge der Strafsen-Pflasterer, Riemer, Fleischer,Schuhmacher und Schreiner. Fig. i. ist wohl ohne Zweifel ein Pflasterhammerund Fig. 3. eine sehr pafsende Haue zu ähnlichem Gebrauche; Fig. 2. einFleischerbeil zur Zerlegung des Fleisches. Das auch Knochen oder sonstigeharte Gegenstände damit durchhauen wurden, zeigt der mit einem Hammerplattgeschlagene Rücken dieses Werkzeugs, wodurch jedoch der Schneide keinSchaden zugefügt scheint. Vielleicht könnte dieses Instrument auch als Opfer-beil bezeichnet werden; Fig. 4« ein i n einem hölzernen Stiel einzulafsenderMeifsel; Fig. 5. wohl die Säge eines Schreiners; Fig. 6. 7. und 13. scheinenmir Schusterkneipen, so wie Fig. 10. 11. und 12. Sattlerwerkzeuge zu sein,unter denen Fig. 11. einen zierlich gearbeiteten Griff von Bronze hat; Alter-thumskundige wollen in Fig. 10. und 11. gleichfalls Opferinstrumente erkennen;Fig. 8- ein gutgearbeiteter Zirkel, mag gleichfalls für den Sattler pafsend seinzur Abmefsung der richtigen Breite der Riemen und regelmäfsigen Entfernung