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Tab. XXIII. bietet interefsante und mannigfaltige, aber mitunter sehrräthselhafte Gegenstände dar. Fig. i. von vortrefflicher Arbeit, hat Aehnlich-keit mit unsern Pferdestriegeln; Fig. 2. hat schon früher bei Aufführung derZiegelstampfen Erwähnung gefunden; Fig. 5. eine vorn etwas beschädigteSense mit ihrer Befestigung am sogenannten Sensenwurf oder Handhabe; Fig. 4.welches in doppelten Exemplaren vorhanden, ist mir so wie Fig. 8« 9» I2 «13. 14. i5» ! 7' I 8- 19« 20 » räthselhaft, wenn sie nicht vielleicht wie Fig. 10.II. 16. ihre Erklärung als chirurgische Instrumente bei der Thierarzeneikundefinden möchten; Fig. 21, ein sehr gut gearbeiteter Hammer. Uebrigens sindalle diese Gegenstände so meisterhaft nach ihren Profilen, Durchschnitten undmit beigesetzten Maafsen (Fig. 10. und 11. in natürlicher Gröfse) dargestellt, dafsein geübter Techniker sehr leicht sich Alles vergegenwärtigen kann, um seineSchlüfse und Combinationen darüber zu machen.
Das auf dieser Tafel unter Fig. 5. 6. 7. abgebildete Zaumzeug ist vongrofsem Interefse und selten, in unsern deutschen Gegenden nur in sehr un-vollkommenen Bruchstücken vorgekommen. Der Schlufs davon auf die Gröfseder Pferde selbst bleibt zwar unsicher, denn kleine Pferde können dickeKöpfe mit breitem Maule haben, doch hier vereinigt sich Alles, selbst dievorgefundenen Pferdeknochen, zu der Annahme, dafs die Römer in hiesigerGegend sich grofser, starker Pferde bedient haben. Die in der Sammlungaufbewahrten Pferdeknochen zeigen nach der Ansicht des Hrn. Dr. Mecke,Thierarztes in Neuwied, einen grofsen, schwammigten Bau, sind überein-stimmend mit dem Knochenbau grofser, schwerer Pferde und lafsen auf eineArt schliefsen, wie man sie jetzt noch in Friesland, Brabant, Niederland undin hiesiger Gegend findet. Sollte sich vielleicht diese Race, und der hiesigenEinwohner Neigung für gröfse Pferde aus der Römerzeit herschreiben? Freilichwürde es sich immer noch fragen, wenn man noch mehrere Theile des Pferde-körpers und auch Zaumzeug aufgefunden haben wird, ob alle diese Theileaus derselben Periode des Römerreichs in Deutschland stammen, welches