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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
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löclier gedrückt wurden. Das Eröffnen eines solchen Schlofses ohne Schlüfsel,war demnach ein mühsames, ja fast unmögliches Unternehmen, und, war derSchlüfsel verloren, so blieb wohl nichts weiter übrig, als das Schlofs abzu-brechen. Die Schwierigkeiten und der Zeitaufwand mufsten grofs sein, indemjeder einzelne Stift, deren meist 4> 6' bis 8- und vielleicht noch mehrere ineinem Schlofsriegel sich befanden, in die Höhe gedrückt, und vor das Wieder-herunterfallen gesorgt werden mufste, bis der Schlofsriegel beweglich gemachtwerden konnte. Sonach möchten diese Schlöfser manche Vorzüge vor dendeutschen und französischen Schlöfsern haben, welche selbst bei vortrefflicherArbeit, leichter ohne Schlüfsel zu eröffnen sind. Uebrigens gehörten dieauf Tab. XX. Fig. i. und Tab. XXI. Fig. 7. 8- 9- dargestellten Schlofsriegel,zu solchen Schubriegelschlöfsern; also zu Thüren, welche nur von einer Seiteund zwar ausserhalb der Gemächer, verschliefsbar waren.

Eine Ausnahme von dieser Art Schlöfser macht in Bezug auf den Ver-schlufs, der unter Fig. 10. dargestellte, a. von unten und b. von der Rückseiteangesehene Schlofsriegel. Er gehörte zu einem Schlofse, welches keinen be-sondern freiliegenden Schubriegel, wie Fig. 1. Tab. XX. hatte, sondern soeingerichtet war, dafs die Thür, woran er befestiget, von beiden Seiten er-öffnet werden konnte. Der Schlüfsel zu diesem Schlofse, konnte den vorherbeschriebenen ähnlich geformt sein; der Schlofsriegel dagegen, obschon ineinzelnen Theilen den drei so eben beschriebenen vergleichbar, weicht imGanzen von denselben bedeutend ab, denn was dort Hintertheil ist, und zurRichtung im Schlofskastenbleche als nothwendig erscheint, wird 'liier Vorder-theil, ist stärker construirt, und dient zum eigentlichen Verschlufse des Schlofses.Der Absatz auf der hintern oder Rückseite des Riegels, und das keilförmigeZulaufen defselben nach seinem Ende, welches dort bei dem Vordertheil be-merkt worden ist, und zum Anschlufse des Schubriegels an das Schlofs erfor-derlich war, fehlt hier als überflüfsig und zwecklos. Dafür ist als amHintertheil der Riegel rechtwinklicht an seinem Ende umgebogen und zu