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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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besonders bei den notbwendigen grofsen Schlüfsellöcbern keinen sichern Ver-scblufs abgegeben haben würde, so ist es wohl keinem Zweifel unterworfen,dafs in ein jedes dieser Riegellücher ein solcher Stift einpafste, und hierinder Hauptverschlufs dieser Schlöfserart bestanden habe. Wird dieses ange-nommen, so erklärt es sich von selbst, dafs solche Stifte den Schlofsriegel nurdann von der Stelle bewegen liefsen, wenn mit den Bartzäbnen des pafsendenSchlüfsels, sammtliche Stifte zu gleicher Zeit in die Höhe und vollständig ausallen Löchern des Scblofsriegels gedrückt wurden. Füllten nun die Zähne desSchlüfselbartes die Löcher des Scblofsriegels vollkommen aus, so ward dadurchdie Oberfläche des Scblofsriegels gleich und eben, und die einzelnen Stiftekonnten keinen Anbaltepunkt mehr finden. Während nun der Schlofsriegelzur Rechten gescboben wurde, setzten sich die Stifte dabei auf den ebenenoder undurchbrochenen Vordertheil des Scblofsriegels, und das Schlofs mitder Thür liefs sich endlich, vermittelst des losgeschlofsenen Schubriegels eröff-nen. Um jedoch diese beweglichen und losen Stifte an einen bestimmtenOrt zu bringen, der nicht verlafsen werden durfte, ward im Schlofskasten einebefestigte Hülse notlvwendig, in welcher sie sich auf und abwärts, ohne auszu-gleiten, bewegen konnten. Diese Hülsen waren ohne Zweifel wie die Schlofskasten,aus Eisenblech gefertigt, indem sowohl zwischen zwei oder mehreren Löchern inden Riegeln, nur so viel mafsives Eisen sich findet, als auch zwischen je zwei oder meh-reren Zähnen an den Schlüfselbärten der hohle Zwischenraum nur so grofs ist, alsdie Dicke eines mäfsig starken Eisenbleches beträgt. Beweis dafür sind auchnoch die vier runden Löcher in dem Schlofsziegel, welcher unter Fig. 10.dargestellt ist; hier ist der Raum zwischen zwei dieser, der Länge des Riegelsnach neben einander stehenden Löcher, doppelt so stark, als die gewöhnlicheDicke des Eisenbleches. Diese etwas keilförmigen Stifte bewegten sich wohlleicht in ihren Hülsen, und es mochte nicht schwer gewesen sein, solche mitdem rechten Schlüfsel aus dem Schlofsriegel in die Höhe zu liehen, weil siewahrscheinlich nur von ihrem eigenen Schwergewichte herunter in die Riegel-