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Bemerkungen über die alten Geräthschaften in ihrer Vergleichung mit denneuern, dem Baumeister Dr. Hundeshagen.
Aufser diesen dargestellten Gegenständen fanden sich noch: eine funfzehn-gliedrige Kette mit einem Halseisen und Haken, womit dieselbe an einemPfahl scheint befestigt gewesen zu sein; eine Fufs-Fefsel; ein eiserner ovalerbreiter Reif von 3/ 2" Länge und 2.' 6 11 Breite; grofse und kleine Gewichte,bei denen jedoch wegen des Rostes kein Gewicht mehr zu bestimmen ist.Merkwürdig bleiben die Menge von Nägel und die grofse Verschiedenheit ihrerForm, als: Nietnägel deren Köpfe bis zu 2,2 Zoll im Durchmefser haben,Nägel mit runden Köpfchen ±}< im Durchmefser, bemerkenswert!! wegen ihrerKeilform; auch ergaben sich eine grofse Menge Schuhnägel, welche in dichtennoch zusammenhängenden Reihen mit den Fufsknochen von Leichnamen ge-funden worden, welche also wahrscheinlich mit ihren hölzernen Schuhsolenerschlagen, verscharrt oder liegen geblieben sind. Ferner Bruchstücke eineseisernen Helms mit Brorizblech eingefafst und mit dergleichen Ohrendeckeln,jedoch in so unvollkommenen Stücken, dafs ein Zusammensetzen unmöglichwar; eben so auch Reste eines sattsam durchlöcherten Brustharnisches. Fernersehr gut und kunstvoll gearbeitete Stücke eines Panzer- oder vielmehr Drath-hemdes; die kleinen Ringe defselben sind feiner, (|M dick) als mir sonst der-■ gleichen Waffenstücke aus dem Mittelalter vorgekommen, sie halten 5^' imDurchmefser und einer um den andern ist durch einen kleinen Stift mit Kopfund umgeklopfter Spitze geschlofsen. Das Eisen an den Ringen ist nichtgerundet, sondern flach gearbeitet.
Alles dieses wurde im Praetorium gefunden. Merkwürdig ist das Vor-kommen zweier eisernen Glocken, von denen eine der auf Tab. XVII. Fig. 6.abgebildeten bronzenen sehr ähnlich sieht, die andere gleichfalls, jedoch istsie kleiner.
Aus. all diesem gefundenen Eisengeräthe erhellet, dafs die Römer dasEisen bereits sehr fein und trefflich zu bearbeiten gewufst haben.