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Quarzgescliiebe, als der Mörtel!. Dafs die Römer allein nur gewaschenen Sandzur Bereitung des Mörtels nahmen, bewirkte wohl hauptsächlich diese vorzüg-liche Haltbarkeit. Hier schliefst sich am pafsendsten an:
c. Die Freskomalerei.Dieselbe kam sehr mannigfaltig in vielen Bruchstücken und beinahegleichförmiger Dicke vor; so auch Reste eines Wändeverputzes. Dieser Ver-putz scheint in folgender Art gefertigt zu sein; nämlich: auf der Wand, welcheaus Stroh und Lehm gebildet war, befindet sich ein 3 bis 4"' starker Anwurfvon Lehm, welchem eine starke Mafse Sandmörtel beigemischt ist; auf dieseLehmmafse ist ebenfalls 3 bis 4"' dick e ^ n reiner Sandmörtel aufgetragen.Nach Abgleichung dieses Sandmörtels wurde auf demselben ungefähr %Hl dickreiner Kalk mit dem Pinsel aufgesetzt und auf diesen nun die verschiedenenFarben gestrichen, theils in geraden Linien, theils in Blättern, und so eineArt von Freskomalerei hervorgebracht, welche auch hier ihre Dauerhaftigkeitin Farbe und Ausdruck zeigt. Bruchstücke davon wurden nicht allein an denWänden des Mittelbaues gefunden, sondern auch an den Aufsenseiten derMauern und Thürme. ■— Die Konstruction dieser in Victoria entdeckten Fresko-malerei ist übrigens den Bruchstücken derjenigen völlig gleich, welche aufdem linken Rheinufer (s. Seite 25.) zu Tage gefördert sind.
d. Backsteine.Die Sorgfalt, womit die Römer in unsern Gegenden bauten, und ihreWerke für eine Ewigkeit zu begründen schienen, geht vornehmlich auch ausdem trefflichen Brennen der Backsteine hervor, auf deren jedem Einzelnenbeinahe immer der Stempel der Legion oder Kohorte, die den Bau aufgeführt,bemerkt ist. Wenn man römischen Mörtel und römische Backsteine mitunserm Baumaterial vergleicht, so möchte man auf das Resultat kommen, dafssich jenes eben so durch Vortrefflichkeit, wie dieses durch Mittelmäfsigkeitauszeichnet!