6o
Tab. V. zeigt die verschiedenen Formen und Stempelung der aufgefun-denen gebrannten Steine.
Fig. l. ist 21" im Quadrat, i|" dick, und diente als Deckplatte in demGemache Tab. IV. Theils waren derselben aufeinandergelegte, gebrannte, quadra-tische Ziegel (Fig. 4-) von 6£" Quadrat, als Pfeiler untergestellt, theils auch kleineSäulchen aus. Tuffstein von i' 81" Hohe Fig; 5. auf Tab. V. Dieselbe Tafelzeigt nun noch in Fig. 2. und 3. die aufser Figur 1. und 4- vorkommendenquadratischen Ziegel, Fig. 2. g^f; Fig. 3. 8". —
Fig. 31 und 32 gehören in die Kathegorie zu Fig. 4«
Die verschiedenartig geformten Wärmeleitungsröhren, (Rohrstücke, tubuli)theils mit runden, theils mit quadratischen und länglichen Löchern, sind mitGenauigkeit auf Tab. V. Fig. 6. 7. 8 und 9 dargestellt;Fig. 6. a. b. c. 74" Quadrat.
7. a. b. 62" desgleichen
8. a. b. 8l" hoch, 51U breit.
Die meisten Ziegel sind von der vierten Kohorte der Vindelicier gestempelt.Im Jahr 15. v. Ch. G. als sich Augustus in Gallien und am Piheine befand, wurdendie Rhätier und Vindelicier von Drusus und Tiberius unterjocht. Die waffen-fähige Mannschaft ward aus dem Lande und zum Theil nach dem Rheine ge-führt. Die öffentlichen Arbeiten in den Niederlafsungen bei Neuwied verrichtetewohl vorzüglich die IV. Kohorte der Vindelicier, indem man mehrere tausendquadratische Ziegel mit ihrem Stempel vorfand. Aus den Buchstaben derStempel erhellt deutlich, dafs diese Kohorte von Augusts Zeiten bis zu denspäteren Kaisern zur Besatzung dieses Kastells gehörte. Die schönen wohlge-formten Buchstaben und die richtige Schreibung Tab. V. Fig. 23. 31. pafsenin Augusts Zeitalter,' darauf wurden die Formen immer schlechter, welchesman aus den Stempeln ersehen kann in Fig. 4. 24. 25. 26 29. wo man zumTheil auch die Buchstaben versetzt und verkehrt findet. Bald erscheint das Vals A, und D mit iE,' oder /ß ausgedrückt.
av
V
'd
ualias<danu
¥
Zi
1Z
1
aLu
Z\