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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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Auffallend bleibt es, dafs sich keine architektonische Verzierungen inStein ergaben, ausgenommen einige Säulenschafte aus Mennicherstein; so wiewenige architektonische Glieder aus dem schon oben erwähnten italischenMarmor. Vielleicht möchte es nicht unwahrscheinlich sein, dafs diese Ge-genstände in frühern Zeiten aufgefunden und an Gebäude der Umgegendals Schmuck verwendet worden, wodurch denn jede Spur derselben verschwundensein mag. Die Säulen in Romersdorf mögen als Beweis dieser Annahme dienen.

b. Mörtel.

Die Umfangsmauer des Kastells war auf beiden Seiten mit Quadersteinenbekleidet und in der Mitte mit Mörtel ausgegossen; hiervon wird ein mehrereKubikfufs haltendes Stück aufbewahrt, worin sich viele Quarzgeschiebe vonein und mehr Zoll Kubikgehalt finden. Ziegelmörtel wurde von den gröbstenbis zu den feinsten Sorten gefunden.Nämlich:

i. Mischungen von reinem Kalk und Ziegelstücken , die meist l" undmehr Kubikgehalt haben und dem Anscheine nach zu Mauerverstärkungendienten?

2. Mörtel von kleinerm Ziegelkorn als Grundlage von Ziegelplatten;

3. sehr festgestampfter mit verhältnifsmäfsig wenigem Mörtel gebundenerwirklicher Fufsboden; offenbar aus einem Wafs erb ehälter, auch befindet sichdarauf eine starke Inkrustirung von Sinter. An einem solchen Stück Fufs-boden sieht man noch den Viertelrundstab, welcher den Winkel des Bodensfüllte, und

4. aus einem noch kleinkörnigerm Ziegelmörtel aufgetragen und gezogenwar. Unter ■diesen Mörtelmafsen fanden sich — vorzüglich im Mittelbau — diebereits angeführten Reste architektonischer Glieder aus dem sogenannten salini-schen Marmor»

Die Vortre'fflichkeit und unverwüstbare Dauerhaftigkeit des römischenMörtels bewährt sich auch hier; bei den Gufsmauern zerspringen eher die