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Neuwied hin und wieder mündlich mitgetheilten Notizen vom Befund der Sacheund ihren Deutungen, ging beides in andere Schriften und Bücher über.Man beharrte fest auf diesen vorgefafsten Ideen; jedoch ohne gründliche weitereUntersuchung. Dr. Hundeshagen sah dieses Gebäude aus Gründen eigenerErfahrung, und der Sache nach, gleich als etwas Anderes, von obiger Bad-Hypothese gänzlich verschiedenes an. Es waren demselben schon mehrereGebäude solcher Art, z. B. das bei Rückingen ohnweit Hanau, im Jahr 1809Ausgegrabene, u. s. w., welche man mit Recht, vielleicht auch mit Unrecht,ganz oder zum Theil, Bäder benannte, nicht unbekannt. Es dürfte also hierbei der Ausgrabung in Neuwied doppelt nützlich sein, erst mit der Auseinan-dersetzung und Betrachtung der allgemeinen Verhältnifse die Erläuterung zubeginnen. Hundeshagen bemerkt darüber: „Der Hauptbau liegt gegen dieFronte des Kastells in der Prätentur, dem obern Theil des Lagers, in derrechten Seitenabtheilung desselben, (dextrum cornu superius). Er füllt densüdwestlichen Winkel (T), welchen die via praetoria und via principalis beiihrem Zusammentreffen machen; er grä'nzt mit seiner gröfsern Seite an erstereHauptstrafse, mit seiner kleineren Seite an Letztere an. Diese Hauptecke stehtvon der Porta praetoria und der äufsern Seite der Kastellmauer 340' röm.,und ebenso zg^ 1 röm. von der Porta principalis dextra ab. Die richtige Lagedieses Punktes ist für die Abtheilung im Innern und Aeufsern des Kastells, wieoben bei der via praetoria, den Portis principalibus, und der via principaliszu ersehen, von der gröfsten Wichtigkeit. Beide Maafse mufsten und konntenim Sommer 1823 von mir vermefsen und neu bestimmt werden. Hoffmann,der wie schon bemerkt, bald eine via principalis in der Retentur zur Stelleder via Quintana angegeben, später von dort wieder nach der Prätentur ge^schoben hatte, machte sich über diesen Hauptpuukt ganz irrige Vorstellungen.Hiernach setzte er diese Hauptecke 19' rh. mehr nach Süden, und 10' rh,mehr nach Westen, als die£s wirklich der Fall ist, und sie von ihm aufge-funden werden konnte. Aus seinen Zeichnungen ist auch dieser Fehler in