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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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Platten ruhte nun der obere Boden, bestehend aus einer Mischung von Kalkund zerstückelten Ziegeln." Wenn man diese Darstellung von Hoffmann mitdem Auf- und Grundrifse Tab. III. IV. vergleicht, so wird man finden, dafsderselbe nur einen Theil des Gemaches entdeckte und es unrichtig für dasGanze nahm. Tab. III. und IV. geben eine so genaue und vollständige Ansichtvon diesem wohlerhaltenen Hypocaustum, dafs es überflüfsig scheint, ausführ-licher noch darüber zu sprechen. Von den in Italien entdeckten Hypokaustenunterscheidet sich dieses durch den, wohl als Fehler des Baumeisters zu betrach-tenden, horizontal im niveau laufenden Boden; derselbe pflegte abschüfsigzu gehen, so, dafs wenn man durch die Heitzungsöffnung eine Kugel nach derentgegengesetzten Seite warf, diese sofort zurück rollte« Die schöne Frühlings-zeit und Hoffmanns rastloser Eifer förderten die angestrengten Arbeiten, undim April war schon der gröfste Theil des ganzen Gebäudes aufgedeckt, unddamit zugleich ein erstes Brouillon des Grundrifses fertig. Im Monat Mayerfolgte eine zweite Zeichnung, welche den ganzen Bezirk, dieses interessantenRestes aus dem Alterthum, und seine Abtheilungen darstellte; beide Zeichnungenjedoch ohne Maafse! Neben den Resten von Architektur wurden zugleichviele Inschriften, Anticaglien aller Art gesammelt, welche gegenwärtig denStamm des fürstlichen Cabinets von Lokalalterthümern ausmachen. HoffmannsZeichnungen und das Merkwürdigste der Ausbeute wurde theilweise dem Stichund Druck übergeben. Sie erschienen hauptsächlich aufser einigen vor-und nachfolgenden Zeitungsartikeln, im Jahr 1806 als Gegenstand einer beson-dern Abhandlung des verstorbenen Profefsors Matthiä in Frankfurt a. M. indem Recueil des memoires et actes de la societe des sciences et arts dudepartement du Mont-Tonnerre, T. I. ä Mayence chez Th. Zabern. GedachtesGebäude wurde darin als das grofse öffentliche Bad (bain public) bezeichnet,und die erste und zweite Tafel der beigefügten Abbildungen waren demGrundrifs des Ganzen mit seinen Abtbeilungen und einer Perspektive dessogenannten Hypokaustums, gewidmet. Aus dieser Abhandlung und den in