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reinem Kalk und Bachkieseln" (mit reinem Grand, statt Sand, angemachtemMörtel) „über zusammengeworfenen Mauerstücken aus Bimstein" (wohl aufdem festgestampften Erdboden mit darauf gelegten Bimsteinen von Mauerstein-Gröfse) „bestand." Gepflasterte Strafsen wurden übrigens im Innern des Kastellsnicht angetroffen, sondern eine Art Pise, eine Mischung, deren Hauptbestand-theile Trafs mit Sand und Thonerde war, wie solches eine vorgenommeneSchlemmung gezeigt hat. Rechts, gegen die Mitte der Thorenge, an dem Randederselben, fand sich ein grofser, rechtwinklicht behauener 2' 7" dicker Steinvon der Tuffsteinart, die man jenseits des Rheins im Gebirge bricht. Er war demoben erwähnten, unter ihm fortlaufenden Pflaster sorgfältig aufgelagert, undmit gewöhnlichem Mörtel eingespeifst. An der Seite, wo dieser Stein gegendie Thorenge gerichtet steht, ist er 2' hoch und 5' 5" breit. Hinten aufder, dieser Seite entgegengesetzten Rückfläche, fand sich das Zahlzeichen XXV.eingehauen. In der Richtung nach der Ringmauer des Kastells — 5' breit —hin lag er noch an dieser Rückseite von Mauerwerk umgeben, auch ragteneinige Steine, die oben auf demselben lagen, 4 bis 5 Zoll über ihn hin-aus. Er wird im Schlofsgarten von Neuwied aufbewahrt. Dr. Hundeshagenführt nun als Resultat seiner Ausmefsungen, Aufnahmen an Stelle und Ort,Berichtigung der vorhandenen alten Zeichnungen und Notizen, und seiner Ver-gleichungen mit den Schriftstellern des Alterthums an: „Das Lichte der Thorenge(bei der Porta praetoria) beträgt 14' römisch. Das Fundament des Thorsfand sich noch 2' hoch über dem Pflaster der Thorenge, und ging nachAufsen und nach Innen 11' 3" vor die Mitte der Mauer hinaus. Dort fandes sich rechtwinklich und Scharf abgegränzt. Die Grundform der Portabildet einen Rechtangel, einerseits 55 römische Fufs lang, und die andereSeite aai* röm. tief. Auf eine Weite von 4°' um dafselbe herum, soll imBoden alles mit Trafs, Erde und Trümmerabfall von zubehauenen Tuffsteinenerfüllt gewesen sein. Man will hieraus schliefsen, dafs das alte Thor durch-aus von Tuffsteinen erbaut gewesen sei, und diese Steine vor 500 Jahren