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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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zu dem Bau des unweit gelegenen Kirchthurms zu Niederbiber , bis auf denoben erwähnten Grundstein ab - und ausgebrochen und verwendet worden.Dieser noch wohl erhaltene Kirchthurm aus dem Mittelalter, defsen Sockelmit grofsen altrömischen Ziegeln abgeglichen, und der von stattlicher Bauartist, mag zu den letztern Vermuthungen allerdings noch mehrere Veranlafsungan sich tragen."

Die Porta decumana, oder das grofse Thor des Lagers, stand der Regelnach immer in gerader Linie rückwärts der Porta praetoria. Es wurde alsorichtig mit Letzterem in demselben Jahre wieder aufgefunden und ausgegraben.Die Grundform defselben bildet einen Rechtangel defsen eine Seite 62' röm.,die Länge und die andere Seite 4°' röm. in die Tiefe mifst. Die Thorengehat 12' röm. im Fundament, welches für eine Durchfahrt hinreicht. Jederder Flügelbaue neben derselben behält nach Abzug der Thorenge mit 12' zuseiner Länge noch 25' römisch. Die Richtungslinie D--E mitten zwischender Porta decumana und der Porta praetoria, theilt die Lagerstätte nach derMorgenseite und Abendseite in die Rechte und Linke ein. Die beiden Seiten-Thore des Kastells, die Porta principalis dextra und die Porta principalissinistra, liegen nicht gleich den vorhergehenden Thoren und bei Lägern vonrein quadratischer Form, wie in der Regel nach Polybius, wieder gerade inder Mitte zwischen beiden Enden des Kastells, sondern nördlicher, weil(nach Hygin) die Grundform ein Oblong ist, näher der Porta praetoriaoder dem Hauptthor. Hoffmann versuchte am Orte, nach ersterer Ansichtvergeblich eines dieser Thore aufzugraben. Er suchte endlich an der Ostseite,aufsen vor der Ringmauer, und fand ein vorspringendes Mauerwerk. Es schienihm ein Thurm zu sein, weil es dieselbe Grundform und Maafse hatte, undsomit nahm er es für einen solchen an. Ferner traf Hoffmann an derWestseite der Ringmauer auf Fundamente eines Thores, (die nachfolgendePorta quiiitana), und nahm nun diese, obgleich es Wider die Regel, aus derMitte, und mehr gegen die Porta decumana, als gegen die Porta praetoria