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Von verschiedenen Seiten kam der Rath: in diesem Chaos seien die Faktamit Willkührlichkeit und Falschheit zu bemänteln! Doch es gelang dem Talenteund dem Scharfsinne des Dr. Hundeshagen (siehe Tab. II. III. und IV.) imArchitektonischen dieser Ausgrabung — durch Arbeit und Studium — Wahrheitund Vollendung zu erringen.
Damit den Sachverständigen sich das Besondere an dieser merkwürdigenGattung der alten Kunst, sogleich zu erkennen gebe, und von dem Bekann-tern auf den ersten Blick unterscheide, so stehen neben der Orientation desGrundrifses, auch noch die altrömischen Benennungen beigesetzt.
Bei der im Jahr i8 2 3 vorgenommenen Orientation des Terrains vomKastell, ergab sich an Ort und Stelle die Abweichung der Magnetnadel zu1 8° westlich von der Hauptrichtung des Hauptbaues. Da diese Abweichungdes Magnets vom wahren Norden in dieser Gegend ungefähr 21 0 ist, soerscheint die Lage der quadratischen Form des Kastells bis auf einige Gradecardinal *).
Nach Hoffmanns Angabe ging rund um die innere Mauerseite des Kastellsein aufgeworfener, abgeböschter Weg, in welchem sich einspringende viereckige,gleichfalls abgeböschte aufgeworfene Plätze befinden, eben so wie an deräufsern Mauerseite vorspringende Thürme.
Die Porta praetoria, oder das Hauptthor in der Fronte des Lagers undin der Mitte der dem Feinde zugekehrten Seite der Schlachtordnung, wurdeim Jahr 1801 von Hoffmann ausgegraben. Man traf in der Enge des Thors(angusta portae) auf ein Pflaster, welches aus einer „starken Gufslage von
*) Ein solcher Unterschied glaubt Dr. Hundeshagen, könnte auch Naturveränderungen seitdieser langen Zeit eben so wohl zugeschrieben werden, als einer damaligen ungewifsenBestimmung der Mittagslinie am Ort, oder Ungenauigkeit des Verfahrens beim Absteckendes Lagerplatzes. Auch möchte dies stets merkwürdig bleiben für die ältere, von Nach-richten anderer Art gänzlich entblöfsten Geschichte der frühern Constellation unsres Erd-körpers und der veränderlichen Abweichung der Magnetnadel.