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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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und Scherben von den rothen Gefäfsen der Römer, wodurch wohl jeder Zweifelüber den Ursprung gehoben sein möchte*

An diesem Pfahlgraben und in den oben genannten Thürmen ist nichtsentdeckt worden woraus man auf einen langen oder beständigen Aufenthaltvon Kriegsvölkern schliefsen könnte, keine Pracht ist daran verschwendet; undso erscheint das Ganze als ein Werk, durch kräftige Soldatenmafsen in kurzerZeit vollendet.

Auf dem Gebirge der Neuwieder Gegend, welchem die Natur keinen brei-ten Rücken gegeben, wo nicht lange Flächen fortlaufen, wo keine Strafsennach dem Westerwalde und der Sieg führen, findet man diese alten Gräben selten.Die Ausrottung des Holzes und der Pflug haben den Graben an vielen Ortengeebnet; aufHeiden, auf unfruchtbarem Boden und im dichten Walde mufs manihn aufsuchen. Wo Hauptbefestigungen gewesen zu sein seheinen, als hinterRomersdorf, bei Rengsdorf, Ronefeld, Niederbiber und im Urbacher Wald, auchüber Kasbach, Amt Linz, haben sich die Stellen durch den NamenAlte Burg"noch bis auf den heutigen Tag erhalten. Alexander Severus liefs viele der[verfallenen Gräben wieder herstellen. Als Wächter wohnten die Veteranendaran, welche ihre Feldzüge vollendet hatten; diese bekamen zur AufsteuerKnechte, Vieh und Felder zum Anbau und man nannte Letztere decumatische(clecumanische) Güter oder Felder, welche später Rodefelder hiefsen. DeutlicheSpuren der uralten Feldfurchen findet man in dem Walde, welcher jetzt dieBergrücken und Bergabhänge nach dem Rheine zu bedeckt ^ so dafs manmit Sicherheit schliefsen kann, hier habe in alter Zeit kein Wald gestanden,sondern es seyen angebaute Felder gewesen; dann konnte man auch von allenStellen des Heidengrabens, der von der Alteck nach Sayn lauft, den Rheinund das ganze Thal von Coblenz bis Andernach sehen. Die Ansicht einigerGelehrten, dafs diese Graben und Erdaufwürfe blos als Gemarkungs Granzen-oder Scheidungen gedient haben sollten und der spätem Zeit daher angehörten,ist in jeder Hinsicht zu verwerfen; dafür sind sie selbst jetzt in ihren Ruinen

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