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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
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welches vor Rengsdorf liegt, wenn man von Neuwied kommt; nämlich Licinus-berg, todter Krieger, Völker Wiese.

An vielen Stellen sind Graben und Aufwurf nur einfach, an andern Ortenaber, besonders wo die alten Strafsen durchschnitten haben, erscheint derGraben in zwei bis dreifachen, ja im Urbacher Walde in siebenfachen Parallel-Linien. Hin und wieder finden sich hinter dem Erdaufwurf und zwar in gleicherEntfernung, nach der Rheinseite zu, kleine Thürme, kunstreich im Zirkelvon Stein aufgeführt, doch ohne gewöhnliche feste Mörtelverbindung. Beiangestellten Nachgrabungen ist übrigens nichts Merkwürdiges in diesen Thürmenentdeckt worden. Diese Bauwerke mögen hauptsächlich zu Wachthausern,vielleicht auch zu Proviant Niederlagen (specula) gedient haben.

Rechts der grofsen Landstrafse, welche von Neuwied über Dierdorf nachAltenkirchen und der Sieg führt, wenn man die Höhe Alteck genannt, erstiegenhat, zieht von der Landstrafse gleichbeginnend der Pfahlgraben in geraderLinie, gegen die Hausenborn Kapelle in einem stumpfen Winkel durch denWald nach Sayn zu, und verliert 6ich kurz vor dem Renneberg (jetzt Friedrichs-berg). Auf dieser zwoi Stunden langen Strecke entdeckte ich zehn solcherThürme von mörtelloser Mauer, welche auf der Seite nach dem Rheine ingleicher Entfernung hart am Graben standen und bei 27 Zoll dicken Mauern,17 Fufs Durchmesser gehabt haben mögen. Ein grösserer elfter Thurm fandsich in dieser Linie, wenn man im Pfahlgraben von der gedachten Land-strafse 500 Sehritte gegangen war, go Schritte vom Graben, dem Rheine zu,entfernt; gleichfalls mörtelloses aus grofsen Steinen bestehendes, mit Lehmverbundenes Mauerwerk, welches in seiner Konstruction noch vollständig zuerkennen ist. Ich liefs es quer durchgraben, und da ergab sich, dafs die 1 o Fufsdicken Mauern ein Viereck von &o Fufs Länge und 60 Fufs Breite einschlofsen;in der Mauerseite nach dem Pfahlgraben war eine Thür-OeiFnung von 10 FufsWeite und das Ganze wurde aufs erhalb durch einen Graben umzogen. In demummauerten R.aum fanden sich in ziemlicher Tiefe Holzkohlen, Pferdeknochen