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aufgedeckt und untersucht wurde. Die Ruinen ziehen sich nicht abwärts,sondern nach dem Rheine hin; wie w r eit aber, ist schwer auszumitteln, dasie, je näher dem Rheine, desto tiefer liegen.*' — Dieses ist Alles was unsHoifmann über seine Nachgrabungen bei Heddesdorf aufbewahrt hat.
Als im Jahr i8°4 Herr Justizrath Helfrich die Landstrafse zwischenNeuwied und Heddesdorf auf Befehl der Regierung neu überschütten liefs,fanden sich ungefähr 4 bis 5°° Schritte von Neuwied zur rechten und linken
Seite der Strafst, römische Gräber deren eilf----reich an kostbaren und
höehstinteressanten Alterthümern — geöffnet wurden. Dem würdigen HerrnHelfrich verdankt die Fürstliche Sammlung diese Gegenstände, so wie dieKunst sorgfältige Aufzeichnung und Beachtung alles delsen, was sich ergebenhat. An dieser Stelle mögen die Ruhestätten der Verstorbenen aus deruntergegangenen Römer - Stadt gewesen sein. Die Lage dieser Gräber istso hoch, dafs selbst eine sehr grofse Rhein-Ueberschwemmung dieselben nichterreichen kann. Wenn die Darstellung von Victoria mit den darin gefundenenSchätzen vollendet sein wird, w r ollen wir uns zu den Gräbern w T enden unddie Beschreibung davon liefern.
Zwei Säulenschafte aus Porphyr, und vier aus der porösen Lava vonNiedermennich -— ungewifs, ob aus den römischen Trümmern bei Heddes-dorf oder Niederbiber, dürfen hier nicht übergangen werden. Ohne Zweifelsind sie römischen Ursprungs; sie befinden sich jetzt in der Kapitelstubeder Abtey Romersdorf wo sie zu Tragepfeilern gothischer Gewölbe dienen.Dieser Theil der weitläufigen Klostergebäude, zu welchem die Kapitelstubegehört, ist der älteste, defsen Aufbau man laut einer kurzen Archivs Nachrichtzu Anfang des zwölften Jahrhunderts setzen kann. Der Porphyr an diesenSäulen ist schön, fest und scheint Salzburg zum Vaterlande zu haben. DiePolitur und ganze Bearbeitung sind meisterhaft,
Uebrigens haben sich in den Trümmern von Victoria Säulenschafte ausvorgedachtem Mennicher Stein gefunden, und da der Platz wo diese Stadt