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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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ausgegraben, im Munde des Volksdie alte Burg" heifst, und sich die Nach-richt erhalten hat, dafs vorgedachte sechs Säulen von der alten Burgherstammen, so ist wohl mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dafs sie vormalsin Victoria gestanden. Die Säulenschafte sind 6 Fufs 2 Zoll hoch, undhalten 1 Fufs§ Zoll im Durchmesser.

Nächst den Entdeckungen bei Heddesdorf und Niederbiber, sind vonrömischen Ueberresten auf der rechten Rheinseite in der Umgegend vonNeuwied vorzüglich zu erwähnen:

Die gepflasterten Strafsen. Nach dem, was ich von deren Con-struction noch habe erfahren und theilweise selbst untersuchen können, bestehendieselben aus Quarzgeschieben und Bachkieseln mit Mörtel verbunden, underscheinen 1 bis 4 Fufs unter der jetzigen Erdoberfläche. Das Steinpflasterist gröfstentheils dreifach über einander gelegt, und ruht auf Trafs, wie namentlichauch das im Jahr iS 2 5 beim Bau des Rasselsteiner Kanals entdeckte, welches sichdurch die Wiedbach, an der alten Brücke hinzieht. Zur Seite dieser i4 bis 16Fufs breiten Strafsen, besonders auf der Seite nach dem Rheine zu, trifftman auf grofses, sehr festes Mauerwerk, welches die Fundamente ansehnlicherGebäude, vielleicht auch Befestigungsthürme, gebildet zu haben scheint;grofse Stücke des vortrefflichen römischen Ziegelmörtels w r elche man ausbrach,lafsen über den Ursprung keinen Zweifel. Das Korn, besonders im erstenFrühjahr und bei anhaltender Dürre, zeigt durch seinen magern Wuchs amuntrüglichsten den Lauf dieser gepflasterten. Strafsen, den man auf der KarteTab. I. auch angedeutet finden wird.

Ein grofses Stück Mauer an der Strafse, welches auf dem HeddesdorferFelde ausgebrochen, heifstam Weifsenthurm;" wahrscheinlich wohl ein alterWartthurm, w r elcher auch in der Richtung nach Romersdorf, mit dem nicht römi-schen Weifsenthurm auf der linken Rheinseite und den dabei entdeckten römi-schen Mauer-Ueberresten correspondirt.

Der Pfahlgraben; diese bewundrungswürdigen römischen Befestigungs-