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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
Entstehung
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Gebäuden noch nicht endigt, der Rhein zur Römerzeit sein Bette tiefer aus-gespült habe; auch, da nicht weit vom entgegengesetzten linken Rhein Ufer,unter der heutigen Erdoberfläche, römisches Mauerwerk ausgegraben worden, der Strom damals nicht so breit, als jetzt, gewesen sei.

In einem der Husaren Kaserne in Neuwied gegenüberliegenden Gartenist diese alte Strafse in einer Tiefe von 4 Fufs entdeckt und ausgebrochenworden. Der Wahrscheinlichkeit nach war sie schief nach dem Rheinhin gerichtet, zog unter dem Schlofshofe nach dem vorerwähnten Gartenund von da nach dem eine Viertelstunde nordöstlich von Neuwied gelegenenDorfe Heddesdorf, wo ein Stück davon im Jahr 1793 in dem Ungerschen,jetzt eben so benannten Garten ausgegraben wurde. Auf diese Weise istdie ganze Gegend um Neuwied mit Ueberresten römischer Strafsen undsonstigen römischen Mauerwerks bedeckt, woraus die Wichtigkeit zu ersehen ist,welche die damaligen Weltherrscher auf dieses Terrain legten. An den altenKirchen und Schlöfsern der Umgegend sieht man heutigen Tages noch diezu deren Bau verwendeten römischen Backsteine, zum Theil mit Bezeich-nung der römischen Legions - Zahl; so wie den innern Bau von Klösternmit römischen Säulen geziert, hervorgesucht aus den Städte - Trümmernder Römer in dieser Gegend. Mit Gewifsheit war also wohl zu schliefsen,dafs bei genauer, umsichtiger Nachforschung man hier auf Kastelle, odervielleicht gar auf römische Städte treffen würde, deren Ausgrabung für dieAlterthumskunde von grofser Wichtigkeit werden könnte. Den von regemEifer für alles Wissenschaftliche glühenden und mit gründlichen Kenntnifsenausgerüsteten Ingenieur - Hauptmann Hoffmann führte der Genius der deut-schen Alterthumskunde in den Kreis der edlen, hochbegabten, alles Tüchtigeund Gute kraftvoll unterstützenden Fürstinn von Wied, und so geschah es,dafs ihm der Ruhm ward, die Ausgrabungen in dieser Gegend seit 1791eingeleitet und bis zu seinem, leider nur zu frühen Tode unermüdlich fort-geführt zu haben. Hoffmann hatte jedoch während seiner Nachforschungen