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Kefsel und am Abhänge oder auf dem Rücken des begranzenden Gebirges lie-gen, ergiebt sich aus der Karte Tab. I, welche von meinem verehrten Freundedem Königl. Grossbritt. Oberstlieutenant William Thorn eigens für diesesWert aufgenommen worden ist. Das begranzende Gebirge besteht auf sei-ner Höhe und in seinem Innern, auch oft bis zur Ebene hinab, ganz ausGrauwacke und Thonschiefer; dagegen die Ebene, — der Neuwieder Kefselselbst, aus aufgeschwemmten vulkanischen Gebilden *)♦
In der Stadt Neuwied fand man die unzweifelhaftesten Spuren römischerArbeiten, die man aber leider nicht weiter verfolgte und auch wohl derneuern Bauten wegen nicht verfolgen konnte. So viel hat sich jedoch ausdieser Entdeckung ergeben, dafs zur Römerzeit der Kefsel von Neuwied mitdem hart am Rheinstrom liegenden Theil der Stadt selbst, nicht Flufsbettgewesen ist; denn man fand bei dem im Jahr 1768 begonnenen Bau derMennonitenkiiche, 1 o Fufs tiefer als die jetzige Erdoberfläche eine dreifachüber einander gepflasterte römische Strafse, welche sich auch bei dem Fun-damentlegen der Hintergebäude der beiden daneben liegenden Häuser in glei-cher Tiefe zeigte und von dem jetzigen Rhein Ufer nicht über 4° Schritteentfernt ist. Mit Recht vermuthet daher Hoffmann, dafs, da diese Römer-strafse in einer so beträchtlichen Tiefe, hart am jetzigen Ufer, unter jenen
*) Oberbergrath Nüggerath in Bonn, — dem ich diese geognostischen Bemerkungen ver-danke, — hat in seinen Abhandlungen:
„Vorkommen des Bimstein-Konglomerats in der Gegend von Neuwied am Rhein, ab-gedruckt in V. Leonhards Tagebuch für die gesammte Mineralogie XII. 1, S. 180—185«
und:Giebt Tacitus einen historischen Beweis Ton vulkanischen Eruptionen am Niederrhein;antiquarisch naturhistoriscb untersucht von Nees Ton Esenbeck und Nüggerath. Bonn1824.über die geognostischen Verhältnisse der Gegend von Neuwied interefeante Aufschlüssegegeben. —