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2, [Text] (1826) Römische Alterthümer in und um Neuwied am Rhein : mit Grundrissen, Aufrissen und Durchschnitten des daselbst ausgegrabenen Kastells, und Darstellungen der darin gefundenen Gegenstände
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soviel bereits entdeckt, dafs Heyne darüber schrieb:So ist es also wahr,was Vopiscus im Leben des Tacitus sagt, dafs in den römischen Granzenjenseits des Rheins ansehnliche, vorzügliche, wohlhabende und mächtigeStädte lagen, und zwar noch vor dem Probus der auf feindlichem Boden rö-mische Städte und Lager anlegte und mit Soldaten versah. (Vopisc. inProbo c. 15). Städte jenseits des Rheins waren schon vor Hadrian. (urbestrans Rhenum in Germania reparavit. Eutrop. VIIL 2). Eine dieser Städtemüfste also wohl die in Neuwieds Gegend entdeckte, sein."

Der Tod übereilte den Hauptmann Hoffmann am 30. October 1820bevor er die ausgegrabenen Schätze geordnet, Beschreibung und genaue Auf-nahme von dem gefundenen Mauerwerk u. s. w. angefertiget und vollendethatte. Die Mittheilungen und Grundrifse, welche er in mehreren Zeitschrif-ten und einzelnen Broschüren über diese merkwürdige Ausgrabung zur öffentlichenKunde brachte,- namentlich im Recueil des memoires et actes de la so*ciete des sciences et arts du Departement du Mont - Tonnerre. T. L; imrheinischen Archiv; u. s. w. gründen sich mehr auf Muthmafsungen, Annah-men, Hypothesen, w r elche durch Deductionen bewiesen und vertheidigtwerden sollten, Ergänzungen und Herstellungen nach den ihm bekanntenGrundsätzen der alten Bau- und Befestigungskunst, als auf das wirklichVorhandene bei der Ausgrabung.

Hoffmanns grofses Verdienst bei dieser ganzen antiquarischen Nachfor-schung besteht in seinem sichern Blick, mit dem er die Stellen ausmittelte,wo gegraben werden sollte, im sorgsamen Verfolgen und Verschonen derMauern, welche ihm mit Recht mehr Hauptsache schienen, als dasAuffinden von Anticaglien; und hauptsächlich darin, dafs er keinen Gegen-stand, den er vorfand gering achtete und mit vornehmthuender Gelehrsam-keit bespöttelte, sondern ihn sorgfältig aufbewahrte* Daher war es jetztmöglich, die einzelnen Bruchstücke zusammenzustellen und anzupassen, wo-durch sich dann öfters ein schätzbares Ganze ergab.