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5 (1866) Nachhülfecurse - Philologenverein
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Oesterreich.

Knaben, allmählich zur Bollzahl heranwachsend bei den Mädchen), Böhmen (93 98Knaben, 89,5 94 Mädchen), Mähren und Schlesien (93 97 Knaben, 91 96Mädchen) ein sehr befriedigendes zu nennen; es besserte sich continnirlich in Steier-mark (non 75,5 auf 83 Lei den Knaben, von 67,5 auf 76 bei den Mädchen), undnahm einen raschen Aufschwung in der Militärgrenze (von 34 auf 64 bei den Knaben,von 13 auf 49 bei den Mädchen). Auch die Benützung des Wiederholungsunterrichtskam, obgleich langsam, doch in fortschreitende Aufnahme, und wuchs namentlich inSteiermark, Tirol, Böhmen, Mähren und Schlesien ersichtlich heran.

Allein neben diesen Ländern standen andere, welche selbst bezüglich der Ausdehnungdes Primärunterrichts noch mancherlei Mängeln Raum gaben. Schon im lombardisch-venctianischcn Königreiche hielt sich das Verhältnis der schnlbesuchenden zu den schul-pflichtigen Kindern nur bezüglich der Knaben auf einer einigermaßen entsprechendenHöhe (6667 in der Lombardei, 57 60,5 im Venetianischen) und stieg hinsichtlichder Mädchen zwar in der Lombardei von 28,5 auf 51, blieb aber im Venetianischenstets auf einer sehr niedern Stufe (25,5); jenes Verhältnis erreichte aber in Kärntenund Kram (3843 Knaben, 2734,5 Mädchen) noch kaum ^/s, trotz aller Steigerungim Küstenlande (1937 Knaben, 725 Mädchen) und in Dalmatien (2842,5 Knaben,7,517 Mädchen) nur °/i<>, im Lembcrger Gouvernementsgebiete (1621 Knaben, 71VMädchen) sogar kein volles der Schulpflichtigen. ) Im Küstenlande, in Dalmatien undim Venetianischen wollte auch der Wiederholungsunterricht nicht Wurzel fassen.

Die Wirksamkeit der Behörden für die Ausbreitung des Volksunterrichts war eineviel minder lebhafte, als in der Zeit M. Theresias und Josephs II., und namentlichwogen die Patrimonialämter, welche in unterster Instanz thätig sein sollten, sehr oftdas Interesse der Patrone und Grundobrigkeiten, denen allerdings durch jede Erweite-rung des Primärunterrichts eine neue Last zuwuchs, allzu ängstlich gegen die ungleichgewichtigeren öffentlichen Rücksichten ab, so daß sich oft die Verhandlungen über sehrnothwendige Schulen in die Jahrzehente hinein schleppten. Noch gab es in jenen Län-dern viele Gegenden, in denen auf eine Meile im Umkreise keine Schule vorhandenwar, so daß der größte Theil der Bewohner solcher Landstriche von den ersten Elemen-ten der intellectuellen Bildung ausgeschlossen blieb. Selbst unter den bestehenden Schulenhatten viele nur halbtägigen Unterricht, so daß sie auch nur halb in Rechnung zu setzen kamen.

0 Hierbei darf aber auch nicht vergessen werden, daß die Aufzeichnung der Schulpflichtigen,namentlich des weiblichen Geschlechts, theilweise sehr mangelhaft geschah und obige Ziffern sonachimmer noch als etwas zu günstig erscheinen, wie dieß namentlich die viel geringere Zahl derals schulpflichtig verzeichnet«! Mädchen gegenüber den Knaben zeigt, während doch in der bezüg-lichen Altersclasse bereits das weibliche Geschlecht vorwiegt; erst die Zählung vom 31. Oct. 1857gestattete eine sichere Feststellung des betreffenden Verhältnisses.

Tabellarische liebersicht.

Schulen

Schnlbejnchende

Kinder

10«

Schnl-

Mchtige

liommen

Mieder-

holiings-

schnlrn

mit Güglingen

Oesterreich ober der Ens ....

486

75589

96

471

33464

Salzburg.

146

13807

100

138

6543

Kärnten . ..

300

23016

71

282

17340

Kram ..........

98

11632

24

108

11092

Mähren.. .

1561

233815

98

1522

134683

Schlesien.

379

58110

87

369

31923

Galizien..

2231

88804

16

743

29803

Bukowina.

Lombardisch-Venetianisches Königreich

49

5056

18

38

1339

(Venedig und Mantua) . . .Militärgrenze nach Abrechnung der

2003

103067

34

18

960

siebenbürgischen.

903

57793

54

824

51265