Rabelais.
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und jewellen Vollen-wolLeschreyten Helden und Herrn Grandgoschier Gorgellantna unddeß Eyteldürstlichen, Dnrchdnrstlechtigcn Fürsten Pantagrnel von Durstwclten, Königenin Utopien, jeder Welt Nnllatenenten und Nienenreich, n. s. w. Etwan von M. FrantzRabelais Frantzösisch entworffen: Nun aber nberschröcklich lustig in einen TeutschenModel vergossen durch.. Heldrich Elloposcleron u. s. w. Er hat übrigens nur den Gar-gantua übersetzt, nicht den Pantagrnel; dann aber wieder die Uantagruolins als AllerPraktik Großmutter. Eine nicht viel weniger interessante Ueberarbcitung des Ganzen,aber einer Uebcrsetzung noch viel unähnlicher gab L. CH. Sander l785—1787 zuHamburg unter dem Pseudonym l>r. Eckstein heraus. Ihm ist das Buch ein Augias-stall, den er ausmisten solle, „aber aufrichtig geredet, liebe Herren, eben deswegenhabe ich oft statt des Mistes Master geben müßen." Indessen ist das Buch, in welchemwir Lavater, Cagliostro u. s. w. begegnen, worin der sprachmengende Limousiner einNachahmer Klopstockischer Prnnkworte wird, nicht witzlos. — Nachdem die deutschenRomantiker wieder Interesse für Rabelais wach gerufen, wandte Mag. Gottlob Regisin Breslau die Arbeit eines ganzen ausschließlich und unter Entbehrungen der Wissen-schaft gewidmeten Lebens an die Deutung seiner Werke. Wir haben von ihm außerspäteren und kleineren Specialarbeiten: Meister Franz Rabelais der Arzeney DoctorenGargantua und Pantagrnel ans dem Französischen verdeutscht mit Einleitung und An-merkungen, den Varianten des zweiten Buchs von 1533, auch einem noch unbekanntenGargantua von Gottlob Negis. B- N. N. Bacc. Leipzig 1832 bis 1841. Theil 1enthalt die Nebersetzung. Theil 2 ist in zwei Abtheilungen erschienen, von einem Planvon Chinon begleitet. 66XXIII Seiten der Einleitung geben das Leben des Vers,und die Geschichte seines Buches, die 1562 Seiten Text zugleich den versprochenenCommentar, ein Magazin der Kulturgeschichte des 16. Jahrhunderts, das kaum seinesGleichen findet. Die Classicität der Nebersetzung ist anerkannt. Bei Regis finden wirauch das vollständige Verzeichnis' der französischen Rabelaisliteratur, in welcher dieArbeiten von Guizot namentlich ans den pädagogischen Theil des Gargantua undPantagrnel bezogen sind. Die neueren französischen Quellen sind bei Arnstädt ver-zeichnet. 1852 machte ein Aufsatz von Schnackenbnrg im Brandenburg. SchulblattS. 223 ff. auf „eine französische Unterrichts- und Erziehungslehre aus dem XVI.Jahrhundert" aufmerksam. Trotz der populären Form ist die kleine Arbeit, welchemit viel Geschick die Pointen trifft, nicht ohne Verdienst. Im Schulblatt der schlesischenSeminare 1864, III. S. 163 ff. hat Referent den Brief Gargantua's an Pantagrnelin deutscher Uebertragnnz mitgetheilt. Bedeutender ist das schon erwähnte und mehr-fach berücksichtigte Plauen'sche Programm von vr. Arnstädt: Uranyois Ualwlais undsein traitv ä'öckneation. Der Verfasser dieser verdienstvollen Arbeit, deren Verbreitungdurch den Buchhandel zu wünschen wäre, dürfte Wohl unter allen bisherigen Panta-gruelisten — so nennen sich Rabelais' Verehrer — am wirksamsten zum Studium desgroßen Franzosen eingeladen haben. Er hat diese Wirkung dadurch erreicht, daß erseine Aufgabe formell und materiell auf einen engen Kreis beschränkte. Während mansonst nach Guizots Vorgänge zuvörderst die Leiden Hauptstellen des Buches, den Stu-dienplan, welchen Ponokrates für Gargantua aufstcllt und den Brief Gargantua's auPantagrnel der Betrachtung unterzieht, sodann aber die reiche Fülle pädagogischerWinke beachtet, welche sich in der Jugendgeschichtc Gargantua's und in PantagruelsLebensbild finden, hat vr. Arnstädt nur das XXIII. und XXIV. Capitel des erstellBuches, „welches einen förmlichen traits ä'säneg-tüon enthält," vorgenommen und ab-gedruckt; er hat es aber verstanden, durch eine aus dem Studium Nisards, Villemains,Gerusez's und Demogeots geschöpfte geschichtliche Einleitung seinem Abschnitt das Ver-ständnis und das Interesse der Leser zu gewinnen. Er hat sodann Rabelais' Ver-dienst um Erziehung und Unterricht geprüft und dasselbe dahin bestimmt: R. verlangteine größere Anschaulichkeit des Unterrichtes; Gewöhnung zur Selbständigkeit im Denken,Erziehung des Jünglings zu praktischer Tüchtigkeit, körperliche Ausbildung, Erleichterung