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6 (1867) Philologie, classische - Reformation
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Quintilianus.

L.

Quadrivium, s. Domschule S. 21.

Ouarius, Quintus, f. Lehrer S. 205.

OUlktisMlls , s. Frömmigkeit S. 557.

Qnilltiliaims und die Rhetorik seiner Zeit. Literatur: WestermannGeschichte der römischen Beredsamkeit. Leipzig 1834. 4 anin Im possis st I'slogusueeü Roms au tsmxs äs8 Ossars. ?aris 1864. ^.misl V'ölognsnos 8SN8 Iss Oesars.Varls 1864. Gräfenhan Geschichte der classischen Philologie. IV. voärvsllL.nnnls8 tzuiutilmusi. Oxk. 1698 (auch im ersten Bande der Burmannschen Ausgabe),vadrioius Lidllotll. Vat. x. 255 sgg.. vrnssti. Hummel tzuiutilmni vita, imProgr. des Gymn. zu Göttingen 1843. vrisssn Vs N. vadil <Zu1uti1iaui vita,im Progr. des Gymn. zu Cleve 1845. Pilz Quintilianus. Ein Lehrerleben aus derröm. Kaiserzeit. Leipzig 1863. Olxs Vs (juiutiliano oxtimo soüolarnm rs§ouäarummnAmtro. Vrs8c1. 1772. Andres Qninctilians Pädagogik und Didaktik mit An-merkungen. Würzburg 1783. Rüäi§sr Vs tznintiliano pasäassOAO. Vips. 1820.Oito Quintilian und Rousseau. Eine pädagogische Parallele. Neisse 1836. Cr am erGesch. der Erziehung und des Unterrichts im Alterthum. II. Von den HerausgebernQuintilians sind für unfern Zweck die bedeutendsten Gesner und Spalding.

Die Rhetorik, als eine bis in das kleinste ausgebildete Theorie von den Griechenzu den Römern übergegangen und bei diesen wie bei jenen zu bedeutsamster Anwendunggebracht, hat im ersten Jahrhundert der römischen Kaiserherrschaft eine merkwürdigeBlütezeit gehabt und die Periode von der Schlacht Lei Actium bis zum Tode desTiberius ist nicht mit Unrecht als das goldene Zeitalter der Rhetorik bezeichnet worden.Vgl. VZ-Z-er vxamsn oritigns äs8 iiistorisns äs In vis st äu rsgms ä'Vngnste(varis 1844) 137 L Als wichtigster Bestandtheil nicht bloß der politischen, sondernder allgemein-geistigen Bildung anerkannt, wurde die Kunst der Rede auch mit größtemEifer erstrebt und geübt, und obgleich sie in den wichtigsten Fragen der Politik mehrund mehr an Bedeutung verlor, blieb sie doch in den Gerichten und im Senate, freilichauch zu sehr schlimmen Zwecken, eine Macht, während sie zugleich von den Schulenans in alle Zweige der Literatur hineinwirkte und Wohl auch der feineren Geselligkeitein besonderes Gepräge gab. (Vgl. äs Olrampn^n)- Vs8 Ossars I, 305 Ü. undiblisarä vtnäss äs mosnrs st äs eritigns 8nr Iss xostss Vstins äs In äsonäsiws II.)Da mutzten ja wohl die Schulen der Rhetoren als sehr wichtig erscheinen, und in derThat drängte sich die ganze vornehme Jugend hinein. Die Schnlrede (Vs6ls.ms.tio)wurde Gegenstand der allgemeinsten Aufmerksamkeit, und die angesehensten Männerhielten es nicht unter ihrer Würde, von Zeit zu Zeit in den Schulen zu erscheinen;für Eltern und Freunde aber der zu höheren Aufgaben Vorzubereitenden galt die rechteWahl der Lehrmeister als eine besonders ernste Pflicht (vlin. spp. III, 18. VI, 6. Vgl.III, 3). Ein wunderbares Verlangen nach dem, was die Männer der Schule darboten,war in diesen Römern rege, die, auch wenn sie noch mit etwas vornehmer Miene aufdiese Loliolsstioi herabsahen, doch auch wieder das Leben und Wirken in der Schuleals ein süßes Glück selbst für einen Greis noch bezeichnen konnten, (vlin. sxx. II, 3)-Und je mehr das geistige Leben, znrückgewiesen von den Angelegenheiten des Staats,Ersatz in literarischen Beschäftigungen und Liebhabereien suchte, desto höher stieg dasWohlgefallen an der Schule, die gerade dazu die beste Vorbereitung zu geben schien.Daß die Kaiser diese Passionen begünstigten, welche den Verlust der wahrhaft politischenBeredsamkeit über dem Schattenbilde derselben mehr und mehr vergessen ließen, warso natürlich, daß man darin gar nicht einmal eine besonders feine Berechnung zuerkennen braucht; übrigens nehnien sie es persönlich sehr ernst mit der unter ihrem