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6 (1867) Philologie, classische - Reformation
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541
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Rabelais.

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der Lcctüre von äs naoäis siAniüoanäi oum Lollaalüs Balgewindii, Breitmaul, SchwafelinSansenbrans, Hans Kalben, Billonii, Vorleckeri und anderer mehr, die er so gutlernte, daß er sie vorwärts und rückwärts zu sagen vermochte, fernere 16 Jahr2 Monate giengen über'dem Studium des Oonixntus hin, (d. h. des libsr .Inianihui Oomputus nunonxatur ouin oornrnsnto, eines astronomischen Handbnchleins fürLaien zur Computation, 1 Berechnung des Sonn' und Mondenlanfs, der güldnenZahl, Epacten, das 1493 erschienen war). Dann starb der Lehreran der Krätz, dasverstand sich". Nach diesem kriegt er einen andern altenHuster Namens Meister Hiob Zäum-lein, der las ihm den Hngutio, Hebrardi Gräcismum, das Doctrinal, die xartos, das guiäast, das suxxlsinsntum,Memmendreck äs naoribns inmsnsa servanäis" (das sind trotzder fehlenden Jnterpnnction zwei Werke; unter der elfteren Bezeichnung ist verhöhnt rUammstraotus sivs sxpositio in singulis libris biblias autlrors Aarolrssino. Mainz.Schösser 1470; unter dem andern die in elegischen Versen verfaßten Tischregeln fürKnaben von Lulxitius Vsrulanus. Sie beginnen: guos äsest in nionsa, rnorss servarocloeomns virtnti nt stnäsas littsrulisgno sirnnl.*) Lsnsoa äs czuatnor virtntidngearäiualidns (pseudonymes Machwerk aus dem 16. Jahrhundert von Martin vonBraga) lLassavantns onrnoomrnsnto und äormi seenrs (Predigtsammlung undEselsbrücke für faule Geistliche) auf's Fest" (Cap. 14.) Nachdem sich nun Gar-gantua unter dem ersten Lehrer obgemeldete 53 Jahr 10 Monate 2 Wochen, unterdem andern auch noch geraume Zeit abgemüht hatte, ward sein Vater gewahr, daß erin nichts zuruckt und was das ärgst war, davon ganz thörig, damisch, faslich undblöd im Kopf ward." Darüber beklagt er sich beim Vicekönig in Papenhöhning,ber-gab ihm zu verstehen, es würd ihm weit nützlicher sein gar nichts zu lernen, als solcheBücher unter solchen Lehrmeistern, weil ihr Wissen eitel Viehzeugs und ihre Weisheitnichts als leeres Stroh wäre, welches die guten edeln Geister verbastardirt' und alleBlüth' der Jugend erstickt'." Des zum Beweise führte er ihm seinen Pagen Endamonvor, zwölfjährig, erst zwei Jahre unterrichtet,so wohlgeschmuckt, gestutzt, srisirt, sosauber ausgestäubt, gebügelt und so sittsamen Wesens, daß er vielmehr einem Engleinals einem Menschen ähnlich sah." Zum Reden anfgefordert tritt dieser eben so uner-schrocken wie bescheiden vor, hält dein Gargantua eine Rede, darin er ihn lobt, zumGehorsam gegen Grandgoschier ermahnt und um einen Platz unter seinen Dienernbittet.Dies alles ward mit so schicklichen Gebährden, so beredtsamer Stimme, sodeutlichem Ausdruck, in so zierlicher Sprach und feinem Latein von ihm fürbracht, daßman ihn eher für einen Gracchus, Cicero oder Aemilins der Vorzeit, als für einenjungen Knaben dieses Jahrhunderts gehalten hält. Dagegen bestund des Gargantuaganze Antwort und Contenanz in weiter nichts, als daß er euch wie eine Kuh zu heulenaufieng ... (folgt eine unübersetzbare Stelle). (Cap. 15.) Der so drastisch eingeleitete Gegen-satz der mönchischen und humanistischen Erziehung wird nun weiter ausgeführt. MeisterHiob Zäumlein erhielt sein Lohn,ein theologisch Mäßlein Wein ans denWeg" unddurftezu allen Teufeln geh'n." Seine Stelle erhielt Ponokrates, der Erzieher desEudämon. Bon ihm begleitet zieht Gargantua nach Paris. Es steht schon in dem

*) Noch eine Probe aus den: Büchlein:

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