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6 (1867) Philologie, classische - Reformation
Entstehung
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Philologie.

Das literarische Leben endlich kommt zum Ausdruck in derLiteraturgeschichte",Welche die historische Entwicklung und Charakteristik der Literatur beider Völker darstellt.

Alle diese Disciplinen bilden eine Doppelreihe, da sie sich ebensowohl auf dasgriechische als das römische Volk beziehen, wobei nicht ausgeschlossen ist, daß in ein-zelnen Gebieten, wie z. B. in der Chronologie oder Kunst beide Völker zusammen-genommen werden können.

So erhalten wir nachstehendes Schema, in welchem die Gliederung des Systemsder elastischen Philologie begriffen ist.

I. Einleitung.

Encyklopädie und Geschichte der elastischen Philologie.

II. Formale Disciplinen, welche sich mit den Quellen der elastischen Philologiebefassen.

1) Quellenkunde.

Uebersicht der a) literarischen i

b) künstlerischen l Quellen,o) gemischten s

2) Verständnis der Quellen.

Wissenschaft a) von der Sprache «) der Griechen,

st) der Römer,

b) von der Kunst der Griechen und Römer,o) Hermeneutik,ä) Kritik,

0) Inschriftenkunde,

1) Münzkunde.

III. Reale Disciplinen, welche das aus den Quellen erhobene Material wissen-

schaftlich darstellen.

a) Räumliche, zeitliche, historische Verhältnisse,«) Geographie I

st) Chronologie > der Griechen und Römer.7) Geschichte >

b) Lebensgebiete der elastischen Völker,

> «) Religion

Mythologie

Cult

st) Staatliches Leben

Staatsalterthümer der Griechen und Römer.

7) Privatleben

Privatalterthümer der Griechen und Römer,ö) Künstlerisches Leben

Geschichte und System der alten Kunst,e) Literarisches Leben

Geschichte und Charakteristik der römischen )

. Literatur.

*) Auf eine ausführlichere Begründung dieser Eintheiluug in Verbindung mit einer Ver»gleichuug anderer Versuche, das Gebiet der elastischen Philologie zu gliedern, muß au diesemOrte verzichtet werden. Mau vergleiche übrigens über die Anschauungen von A. Böckh, OttfriedMüller, Friede. Ritschl Haase in der Encyklopädie von Ersch und Gruber Th. 23. S. 391 ff.,ferner die Gliederung der Philologie von vr. Reichardt, Tüb. 1846, wo auch Beruhardy, G.Hermann, Niebnhr und Schleiermachcr besprochen werden, llebrigens ergiebt sich schon ausobiger Gliederung, daß wir die elastische Philologie betrachten als eine historische Wissenschaft,als ein Stück der Cultnrgeschichte.

Theologie

der Griechen und Römer.