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4 (1865) Kirche - Muttersprache
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Mager.

man ihr die Elemente dazu entweder ganz und gar verweigert oder aber ihr solcheElemente anweist, ans denen sie sich keinen angemessenen Körper schaffen kann." InBezug ans die Gymnasien kämpfte Mager dafür, den Untcrrichtsplan zn vervollstän-digen theils durch Regnlirnng des französischen und naturkundlichen Unterrichts, thcilsdurch Einführung des englischen und des chemischen. Im Sprachunterricht strebteer dahin, daß das Studium der classischen Philologie immer mehr als ein stuäinmllumauitatm getrieben werde, daß das der modernen überall zur Anerkennung gelangeund daß Leim Betrieb der alten, noch mehr natürlich bei dem der neueren Sprachenund Literaturen die Methode gründlich verbessert werde. Bei Verfolgung dieser undähnlicher Ziele der P. R. konnte eS natürlich nicht ohne Kampf ablaufen und Magerwar auch auf hartnäckigen und compacten Widerstand gefaßt. Sowohl in der Real-schnl- als in der Realien- und in der Methodcnfrage zeigten sich Gegner ingroßer Zahl. Vorausdie traditionalistischcn Humanisten," die irrthümlicherweise keinanderes Humanitätsstudium anerkennen als das mit griechischer und lateinischer Spracheund Literatur. Hernach dierationalistischen Humanisten, welche den Afterbegriffeiner bloß formalen Bildung aufgebracht haben." Diese beiden meinen, aus denRealien könne weder für Hnmanitäts- noch für formale Bildung ein Gewinn gezogenwerden. Die dritten im feindlichen Bunde Waren dieeinseitigen Realisten," welchevor lauternützlichen und praktischen Bestrebungen die Realschulen zu unnützen, janichtsnutzigen und verderblichen Anstalten gemacht hätten." Um nun diese dreierleiGegner desto sicherer zn überwinden, beleuchtete er unermüdlich und bei jeder Gelegen-heit gewiße Cardinalpuncte der Erziehungswissenschaft und der Unterrichtslehre undman kann Wohl sagen, daß, wenn eS ihm auch nicht gelungen ist, alle seine Gegnerauf seine Seite herüberzubringen, doch jene Hauptartikel durch sein Bemühen vorzüglichzu völliger Klarheit und dadurch zum Abschluß, wenigstens zum theoretischen, gebrachtworden sind. Am alleröstesten erörterte er wohl den Begriff der Bildung und dieNatur des Bildungsgeschäftes beim Unterricht, weil bei so vielen, die Berufs halber dierechte Erkenntnis haben sollten, die Nebel kein Ende nehmen oder nicht zerreißen wollten.Gleichfalls sehr häufig hören wir ihn über materialen und formalen Unterrichtreden und darthun, daß dieser Unterschied, sowie die meisten ihn verstehen, auf einerunreellen Abstraction beruhe. Auch in den langwierigen Streit zwischen Humanis-mus und Realismus mischte er sich nicht, ohne schließlich gezeigt zu haben, daßvom tüchtigen philosophisch gebildeten Schulmanne beide als unzertrennliche Freundeund Gehülfen angesehen werden, nicht aber als geborene und geschworene Widersacher.Einen ganz besonderen Eifer aber entwickelt die P. N. für die Erkenntnis und Ver-wirklichung des erziehenden Unterrichts. Diese Lebenswahrheit der neuerenPädagogik pries, begründete und entfaltete Mager Lei jeglichem Anlasse, seis in beson-dern Abhandlungen, seis in kleineren kritischen Aufsätzen, und reihte daran die For-derung, daß in allem und jedem Schulunterricht den ethischen Fächern,namentlich den Sprachen und Literaturen, das Uebergewicht eingeränmt werden müße.Auch den Begriff des sch ul mäßigen Unterrichts entwickelte und revidirte er aufssorgfältigste, und bei der Unklarheit, die ganz besonders hier angelagert war und in denSchulen leider heute noch vielfach vorkommt, war dies Bemühen eine wahre Wohlthat.Der Widerspruch eines sehr großen, ja, wie er meinte, des größeren Theils der wissen-schaftlich gebildeten deutschen Schulmänner erregte manchmal Magers Bedenken. Daßdiese seine Wirksamkeit in der P. R. nur der Sache selber nützlich sein werde, ihmaber nicht, sah er ebenfalls bald ein,denn, sagt er, ich kannte die Regel, daß man,um in der Welt fortzukommen, wenig reden und gar nicht schreiben muß, schon beider Gründung des Blattes recht gut und hatte das otkioium suum taosrs taliterczualit.or, muncluin sinsrs vuäors siout vaäit, ssmpsr dsus ckiosrs cls Uriois im Ra-belais Wohl gelesen." Gleichwohl erhielt sich Mager muthig und hoffte auf ein all-mähliches Gelingen. Um aber dazu um so eher berechtigt zu sein, widmete er sich