Gelehrten in Verbindung, unter welchen besonders die Arminianer Le Clerc und Lim-borch hervorznheben sind. An letzteren richtete er seine während der Zeit, da er selbstals Geächteter sich in Verborgenheit halten mußte, verfaßte erste üpistola äe I'olorantiaack olarissimnm vii-urn 2 ?. 8 ,. 8 . 8 . 0 . 8 . (d. i. MisoloAMS ariuü 8 emon-
strantss prolsssoism, tz-ranniäis osorem, 8 imdurAium ^msteloilamsnssm) soripta a8 . 8 . 0 . 1 . 8 . id. (d. i. 8 aois amioo, xsissontionis osoro, Ioanuo 8 oo 8 io ^nZlo).
Le Clerc gab in seiner Libliotlisgus univsrsolls (Jan. 1688) eine französische Ueber-setzung eines von L. selbst verfaßten Auszugs des 1687 vollendeten on Human
IIinlsistanäinA, welcher vollständig erst 1690 zu London erschien. L. selbst liefertemehrere Beiträge zu Le Clercs 8 ibl. univsr 8 sUs.
Nachdem L. seit 1686 es wieder hatte wagen dürfen, ans seinem Versteck in Hol-land hervorzutreten, hatte er 1689 die Genugthuung, mit demselben Geschwader, welchesdie Prinzessin von Oranien ihrem bereits ein Jahr vorher in England gelandeten Ge-mahl, Wilhelm III., nachführte, in sein Vaterland zurückzukehren. Als politischer Schrift-steller hatte L. zuerst in dem Verfassnngsentwurf sich versucht, welchen er für die Ko-lonie Carolina im Aufträge Shaftesburys ausgearbeitet hatte. An diesen nämlichhatten jene acht englischen Edellente sich gewandt, welchen Karl II. 1665 den Land-strich zwischen dem 29. und 36." N. B. an der Ostküste Amerikas verliehen hatte.Von dezi sehr idealistischen Grundsätzen, nach welchen er dort einen Musterstaat einzu-richten gedachte (vgl. And ree, Nordamerika, S. 391), war L. durch reichere Lebens-erfahrungen znrückgekommen, und er wurde jetzt der eigentliche Theoretiker der politischenPraxis, welche durch Wilhelm III. in England zur Herrschaft kam. In seinen „Ivotisatisss ou Oovernmsut" (1689) vertheidigte er die Grundsätze der constitntionellenMonarchie gegen Robert Filmer, welcher in seiner Schrift „der Patriarch oder von dernatürlichen Macht der Könige" mit wahrer Unverschämtheit Religion und Theologie zurVerteidigung des extremsten Absolutismus mißbraucht hatte. Auch seine 1695 ver-öffentlichte Abhandlung „Um roasonablsnsss ok 6 !rristianitz-, as äslivorsck in tlis 8 oiip-tnrss" diente durch das Bestreben, die konfessionelle Differenz und die theologischenStreitigkeiten durch Zurückgchen auf die, als mit der Vernunft völlig übereinstimmenddargestellte, Lehre der heiligen Schrift aufzuheben, dem Wunsche des Königs- eine Ver-söhnung zwischen der Staatskirche und den Dissenters zu Stande zu bringen. Wenigerdurch diese Schrift, als durch die Berufungen auf den üssaz- on llnman unäsrstanäinA,Womit Toland seinen plumpen Radikalismus in seiner Schrift „Oliristianit^ not mz'-storins" (1696) zu stützen suchte, wurde L. in Streitigkeiten mit dem gelehrten Bischofvon Worcester, Stillingfleet verwickelt, in welchen er eifrig bemüht war, sich von demVorwurfe des Skepticismus zu reinigen und die volle llebereinstimmnng seiner Grund-sätze mit denen des Christenthnms darzuthun. Aus dem aufregenden Treiben der Haupt-stadt rettete L. sich zur Pflege seiner Gesundheit von Zeit zu Zeit auf die Landsitzeseiner Freunde und Verehrer. Einen solchen hatte er namentlich an Francis Mashamzu Oates in Essex, und noch mehr an dessen Gattin, einer Tochter von Cudworth, einewarme Verehrerin, die ihren einzigen Sohn ganz nach L.s Methode erzog und so diePraktische Probe auf seine 1693 publicirten „ 80 ms tiiouZIits oonosrninZ ecknoation"machte. Obgleich Locken von seinen einflußreichen politischen Freunden die nach denRücksichten auf seine Gesundheit zu treffende Wahl gelassen wurde zwischen verschiedenenbedeutenden Gesandtschaftspostcn, so begnügte er sich doch mit der bescheidenen Stellungeines Lommissionsr ot appsnls. Die einträgliche Stelle eines Lommlssionor ol traäsanä plrmtations, welche ihm 1695 übertragen wurde, gab er schon 1700 um seiner an-gegriffenen Gesundheit willen auf, und seine Gewissenhaftigkeit erlaubte ihm nicht, aufden Wunsch des Königs einzugehen, der, um ihn nur im öffentlichen Dienst zu erhalten,ihm die Volleste Freiheit in Bezug auf seine amtlichen Verrichtungen gerne gestattet hätte.
Von 1700 an lebte L. ganz in Oates und zu der äußeren Ruhe, welche ihm derAufenthalt bei der befreundeten Familie Masham gewährte, suchte er die innere Ruhe